Ärzte Zeitung, 18.07.2010
Hausärzte sagen Ausstiegs-Demo ab
Bayerns Gesundheitsminister fordert: "Der 73b muss bleiben!"
/ Berlin unter hausärztlicher Beobachtung
BAD GÖGGING (sto). Hausarztverträge
sollen nach dem Willen der CSU ohne Einschränkungen
weiterbestehen. "Der 73b muss bleiben", sagte Bayerns
Gesundheitsminister Markus Söder am Samstagnachmittag beim
Bayerischen Hausärztetag im niederbayerischen Bad
Gögging.

Versichert den Hausärzten
volle Rückendeckung: Bayerns Gesundheitsminister Markus
Söder.
© altrofoto.de
Die CSU stehe zu ihrem Wort, so Söder vor mehr als
600 Hausärzten aus Bayern. Das gelte auch, wenn die
Verträge 2012 auslaufen. Das Recht zu Verhandlungen des
Hausärzteverbandes bleibe bestehen und auch die Honorare
könnten dann nicht mehr zurückgeschraubt werden, so
der Minister.
Bereits am Donnerstag habe ihm Ministerpräsident
Horst Seehofer telefonisch zugesichert, "dass unsere
HzV-Verträge während ihrer Laufzeit Bestandsschutz
haben und auch danach fortgelten und ungeschmälert
weiterlaufen können", berichtete der Chef des Bayerischen
Hausärzteverbandes, Dr. Wolfgang Hoppenthaller. Er habe nie
einen Grund gehabt, Seehofers Worten nicht zu glauben. Daher sei die
für nächsten Mittwoch in der Nürnberger
Arena geplante Vollversammlung, bei der über den Ausstieg aus
dem KV-System beraten werden sollte, abgesagt worden. Dennoch werde er
die weitere Entwicklung mit Argusaugen verfolgen, um zu sehen, "ob
Rösler wieder in die Trickkiste greift". Der Systemausstieg
bleibe eine Option. Die Nürnberger Arena habe er für
September vorsorglich reserviert, sagte Hoppenthaller.
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