Ärzte Zeitung, 24.08.2010
Uniklinik Marburg startet Zentrum für depressive Patienten
MARBURG (coo). Die Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Marburg hat eine Schwerpunktstation zur Behandlung von depressiven Patienten unter Leitung von Dr. Carsten Konrad eröffnet. Den Betroffenen wird eine gründliche Diagnostik angeboten, um die Ursachen der Krankheit herauszufinden und die Therapie planen zu können. Ziel ist die vollständige Gesundung des Patienten.
In Gruppen wird den Patienten Wissen über die Erkrankung vermittelt. So erfahren sie, wie sich die Depression verstärkt und mit welchen Mitteln sie selbst dagegen arbeiten können. Dazu gibt es "Interpersonelle Psychotherapie" in Einzelgesprächen. Bei chronisch depressiven Menschen wird ein Verfahren eingesetzt, das die Denkmuster der Betroffenen positiv verändern soll.
Depression ist eine sehr häufige affektive Störung. Jeder fünfte bis sechste Mensch erkrankt im Laufe seines Lebens an einer Depression. Frauen sind dabei etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer, betont die Uniklinik.

Weitere Beiträge
Weitere Top-Meldungen
[11.02.2012]
Ein neuartiges Therapieverfahren weckt große Hoffnungen bei der Behandlung von akutem Schlaganfall. Jetzt hat es sich in Studien und auch in der Praxis bewährt. Experten jubeln: Die neue Methode wird die Schlaganfall-Therapie grundsätzlich verändern!
mehr »
[11.02.2012]
Nur etwa jeder vierte Europäer kennt die EU-weite Notrufnummer 112. Das geht aus einer Umfrage hervor, die die EU-Kommission in Brüssel anlässlich des Europäischen Notruf-Tags vorgestellt hat. Die Notrufnummer 112 ist rund um die Uhr und kostenfrei in Europa erreichbar.
mehr »
[11.02.2012]
Der Verband forschender Arzneimittelhersteller (vfa) hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) scharf kritisiert. Das Institut missachte Standards der evidenzbasierten Medizin. Das IQWIG kontert: Die Vorwürfe sind unsachlich.
mehr »