Ärzte Zeitung, 24.08.2010

Uniklinik Marburg startet Zentrum für depressive Patienten

MARBURG (coo). Die Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Marburg hat eine Schwerpunktstation zur Behandlung von depressiven Patienten unter Leitung von Dr. Carsten Konrad eröffnet. Den Betroffenen wird eine gründliche Diagnostik angeboten, um die Ursachen der Krankheit herauszufinden und die Therapie planen zu können. Ziel ist die vollständige Gesundung des Patienten.

In Gruppen wird den Patienten Wissen über die Erkrankung vermittelt. So erfahren sie, wie sich die Depression verstärkt und mit welchen Mitteln sie selbst dagegen arbeiten können. Dazu gibt es "Interpersonelle Psychotherapie" in Einzelgesprächen. Bei chronisch depressiven Menschen wird ein Verfahren eingesetzt, das die Denkmuster der Betroffenen positiv verändern soll.

Depression ist eine sehr häufige affektive Störung. Jeder fünfte bis sechste Mensch erkrankt im Laufe seines Lebens an einer Depression. Frauen sind dabei etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer, betont die Uniklinik.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »