Ärzte Zeitung, 30.08.2010

Anteilig mehr vom Honorarplus: Ärzte in NRW erleichtert

KÖLN (iss). Vertragsärzte in Nordrhein-Westfalen begrüßen, dass die asymmetrische Verteilung der Honorarzuwächse gesetzlich festgeschrieben werden soll. "In der heutigen Zeit ist das der bestmögliche Erfolg, den wir erzielen konnten", sagt Dr. Arne Meinshausen, Geschäftsführer der Ärztlichen Qualitätsgemeinschaft Witten (ÄQW), der "Ärzte Zeitung".

Anteilig mehr vom Honorarplus: Ärzte in NRW erleichtert

Asymmetrische Verteilung der Honorarzuwächse: In NRW soll dies künftig gesetzlich festgeschrieben werden.

© moonrun / fotolia.com

Die ÄQW hatte gemeinsam mit den Praxisnetzen in Nordrhein-Westfalen und den Vorständen der KVen Nordrhein (KVNo) und Westfalen-Lippe (KVWL) gegen die Benachteiligung des bevölkerungsreichsten Bundeslandes bei der Honorarreform mobil gemacht. Unter anderem hatten die Ärzte 114 000 Unterschriften von Patienten gesammelt und Gesundheitsstaatssekretär Daniel Bahr übergeben.

Beide KVen hatten sich in der KBV-Vertreterversammlung erfolgreich für die asymmetrische Verteilung stark gemacht, um die Honorarungerechtigkeiten wenigstens zum Teil auszugleichen. Das hat jetzt auch Eingang in den Referentenentwurf der Bundesregierung zum GKV-Finanzierungsgesetz gefunden. "Zum Ausgleich regional unterschiedlicher Auswirkungen der bisherigen Honorarreform wird zudem eine (asymmetrische) Verteilung des begrenzten Zuwachses durch die Selbstverwaltung vorgesehen, mit der die bisherigen regionalen Verteilungswirkungen verbessert werden sollen", heißt es dort.

Der Bewertungsausschuss muss zudem dem Bundesgesundheitsministerium bis zum 30. April 2011 ein "Konzept für die schrittweise Konvergenz der Vergütungen" vorlegen. "Das ist der einzige Hoffnungsschimmer, den wir Ärzte in Nordrhein-Westfalen noch haben", sagt Meinshausen.

[30.08.2010, 16:45:24]
Dr. Burckhard Dietz-Magel 
Anteilig mehr vom Honorarplus
In meinen Augen Betrug an anderen KV´n,die nicht wie NRW, Politiker in entsprechenden Gremien sitzen hat.
Der Meinungswandel des Herrn Köhler in der KBV-Vertreterversammlung innerhalb von 3 Tagen, verbunden mit dem Druck bekannter KV´n und hier auch insbesondere der Ost-KV´n, spricht für die maffiöse Struktur des förderalistischen Systems der KV -Organisation.
Hier wird gnadenlos auf Kosten anderer abkassiert.
Das gedachte Prinzip ,gleiches Geld für gleiche Leistungen ,gilt schon lang nicht mehr!
Wer am lautesten und am unlautersten brüllt, erreicht wohl Alles in diesem System. zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Pneumonien unter Benzodiazepinen

Benzodiazepine sind bei Patienten, die an Morbus Alzheimer leiden, mit einer Häufung von Lungenentzündungen assoziiert. Für Z-Substanzen gilt das womöglich nicht. mehr »

Psychotherapie bei Borderline nur mäßig erfolgreich

Spezifische Psychotherapien sind bei Borderline-Patienten unterm Strich zwar wirksamer als unspezifische Behandlungen: Allerdings fällt die Bilanz in kontrollierten Studien eher mager aus. mehr »

KBV legt acht Punkte für eine Reformagenda vor

Rechtzeitig vor dem Bundestagswahlkampf und dem Start in eine neue Legislaturperiode hat die KBV ein Programm für eine moderne Gesundheitsversorgung vorgelegt. Was steht drin? mehr »