Ärzte Zeitung, 18.11.2010

Kliniken verbessern Versorgung von Demenzpatienten

KÖLN (iss). Mit speziell auf die Bedürfnisse von Demenzkranken ausgerichteten Stationen können Akutkrankenhäuser gute Erfolge in der Versorgung dieser Patientengruppe erzielen. Das zeigt das Beispiel des Kölner Malteser Krankenhauses St. Hildegardis.

Die Klinik betreibt seit Oktober 2009 eine Demenzstation nach dem Vorbild der schwedischen Stiftung Silviahemmet, die ein Konzept für die Betreuung und Begleitung von Demenzkranken und ihren Angehörigen entwickelt hat.

Die Station "Silvia" in der Kölner Klinik bietet den demenzkranken Patienten durch die räumliche und farbliche Gestaltung Orientierung. Dort arbeiten speziell geschulte Ärzte, Pfleger und Therapeuten.

"Der wichtigste Erfolg unserer Arbeit auf der Station ‘Silvia' ist, dass unsere Patienten viel ruhiger sind", sagte Dr. Jochen Hoffmann, Chefarzt des Zentrums für Altersmedizin im Malteser Krankenhaus St. Hildegardis, auf einem Symposium der Alzheimergesellschaften in Nordrhein-Westfalen.

Seit Inbetriebnahme der Station sei der Einsatz von Beruhigungsmitteln deutlich zurückgegangen, die Weglauftendenz der Patienten sei gesunken, die Kranken schliefen besser und stürzten seltener, berichtete er. Das Hildegardis-Krankenhaus wird die Station ausbauen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Im Sushi war der Wurm drin

Der Hinweis aufs Sushi brachte die Ärzte auf die richtige Spur. Statt den Patienten wegen Verdachts auf akutes Abdomen zu operieren, führten sie eine Gastroskopie durch. mehr »

Alle wichtigen Videos vom Ärztetag

Digitalisierung, Angst vor Veränderung, Wunschminister: Die Ärztezeitung fasst für Sie die wichtigen Themen des Ärztetags in kurzen Videos zusammen. mehr »

Importierte Infektionen führen leicht zu Diagnosefehlern

Wann muss ein Arzt für eine Fehldiagnose gerade stehen? In einem aktuellen Fall entschied das Oberlandesgericht Frankfurt gegen einen Arzt. mehr »