Ärzte Zeitung, 25.11.2010

Genitalverstümmelung: Kammer will Aufklärung

DÜSSELDORF (iss). Die Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein fordert eine stärkere öffentliche Auseinandersetzung mit der Genitalverstümmelung an Mädchen und Frauen.

Das Thema müsse sowohl in der Ärzteschaft als auch in zuständigen Institutionen intensiver diskutiert werden, heißt es in einem von der Freien Ärzteschaft eingebrachten Antrag, den die Delegierten mit großer Mehrheit verabschiedeten.

"Wir müssen uns um Aufklärung kümmern", forderte Dr. Catherina Stauch als eine der Antragstellerinnen. Ärzte dürften nicht die Augen verschließen mit dem Verweis, dass es sich um eine Sitte aus einem anderen Kulturkreis handele.

Auch im Islam gelte die Genitalverstümmelung als Sünde, betonte sie. "Wenn ein somalisches Mädchen in den Sommerferien zu ihrer Großmutter nach Somalia fahren soll, dann müssen bei uns die Alarmglocken läuten", sagte Stauch.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Im Sushi war der Wurm drin

Der Hinweis aufs Sushi brachte die Ärzte auf die richtige Spur. Statt den Patienten wegen Verdachts auf akutes Abdomen zu operieren, führten sie eine Gastroskopie durch. mehr »

Berichte, Videos und Tweets rund um den Deutschen Ärztetag

Begleiten Sie den 120. Deutschen Ärztetag in Freiburg mit uns online. Die "Ärzte Zeitung" berichtet vom 23.-26.5. live und aktuell über alle wichtigen Ereignisse und Debatten. mehr »

Importierte Infektionen führen leicht zu Diagnosefehlern

Wann muss ein Arzt für eine Fehldiagnose gerade stehen? In einem aktuellen Fall entschied das Oberlandesgericht Frankfurt gegen einen Arzt. mehr »