Ärzte Zeitung, 07.12.2010

Kammer regt für ausländische Ärzte Sprachtests an

DRESDEN (tt). Die sächsische Landesärztekammer fordert Sprachtests für ausländische Ärzte, die eine Anstellung in Deutschland suchen. Kammerpräsident Professor Jan Schulze unterstützt zwar die von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) angekündigte Initiative zur Erleichterung des Zugangs ausländischer Fachkräfte.

Gleichzeitig forderte er, "dass außer der fachlichen auch eine sprachliche Qualifikation zwingend vorhanden" sein müsse. "Patient und Arzt müssen sich zuallererst verstehen, sonst ist eine gute medizinische Versorgung gefährdet", so Schulze.

Um eine Berufserlaubnis zu erhalten, müssen ausländische Ärzte auch bisher schon Deutschkenntnisse vorweisen. Zusätzlich fordert die Kammer berufsbegleitende Sprachkurse. In Sachsen arbeiten derzeit rund 1250 ausländische Ärzte aus 82 Nationen.

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