Ärzte Zeitung, 16.12.2010

AOK Bayern kündigt fristlos Hausarztvertrag

AOK Bayern kündigt fristlos Hausarztvertrag

MÜNCHEN (sto). Die AOK Bayern hat am Donnerstag den Hausarztvertrag mit dem Bayerischen Hausärzteverband (BHÄV) fristlos gekündigt.

Zur Begründung erklärte die Kasse, der BHÄV habe nach der ersten Kündigung erneut Aufrufe zum Systemausstieg verkündet und versucht, die AOK "unter Androhung des rechtswidrigen Systemausstiegs zur Änderung des bestehenden Hausarztvertrags zu zwingen".

Damit habe der Verband "eine wichtige Chance" vertan. Die Kündigung ist zwar fristlos, die AOK bietet jedoch eine Auslauffrist bis 31. Dezember an, um das laufende Quartal abwickeln zu können.

Ungeachtet dessen hat der BHÄV den Kassen vorgeworfen, die hausärztliche Versorgung mutwillig zu gefährden. Sollten die Kassen nicht bereit sein, die Hausarztverträge nach dem 22. Dezember zu bedienen, werde es am 12. Januar in Nürnberg erneut eine Vollversammlung geben, bei der weitere Maßnahmen beschlossen werden sollen.

Lesen Sie dazu auch:
Systemausstieg: "Die Zulassungsrückgabe ist ein One-way-Ticket"

Lesen Sie dazu auch die weitere Entwicklung
Nach gekündigtem Hausarztvertrag: BHÄV setzt weiter auf Systemumstieg

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (17107)
Krankenkassen (16322)
Organisationen
AOK (6954)
[16.12.2010, 19:33:53]
Dr. Ernst Zimmer 
Kassenärzte, die Sklaven der Republik
Ich wünsche den Kolegen in Bayern alles Gute. Hätten wir Hausärzte Herrn Hoppenthaler als Bundesvorsitzenden, dann hätten wir schon etwas bewegen können.
Die einzige Chance, die wir haben ist die, dass wir alles hinwerfen und dicht machen. Da gebe ich den Bayern Recht. Nur so geht es.
Unsere anderen BDA Funktionäre miemen den hausärztlichen Interessenvertreter und wechseln dann die Front, weil es da als KV-Vorsitzender viel mehr Knete gibt. Na danke.
Seit der unsäglichen Gleichschaltung durch die Faschisten 1933 sind wir Kassenärzte jeglicher Freiheiten und Rechte beraubt.Es ist ein auf der Welt einmaliger Zustand, das ein Faktum, dass von Adolf Hitler per Reichsverordnung geschaffen wurde, in einem sich demokratisch nennenden Gemeinwesen, weiter Rechtsgültigkeit besitzt. Die KV en gehören abgeschafft. Sie das Relikt einer Diktatur. Dies ist mit meinem Verständnis von Demokratie nicht vereinbar.
Die KV en sind nicht Interessenvertreter der Kassenärzte, sondern Handlanger der Politik und Instrument der Unterdrückung der Kassenärzte.Das perfide daran ist, das sich das ganze noch Körperschaft des öffentlichen Rechtes nennt.
Meine Angst ist nur, dass das Vorhaben der Bayern misslingt, da die diktatorischen Machtinstrumente zu stark sind.
Herr Söder greift zur Ersatzvornahme nach §79 a oder anderen Folterinstrumenten.
Soviel zur Berufsfreiheit u.a. der Kassenärzte.
Ich bin da nach 30 jähriger Sklaverei vollkommen desillusioniert, wie sicherlich viel meiner Kollegen.








 zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »