Ärzte Zeitung, 13.01.2011

HÄVG geht auf Sparkurs und entlässt Personal

MÜNCHEN (sto). Die fristlose Kündigung der Hausarztverträge in Bayern wirkt sich auch auf die Hausärztliche Vertragsgemeinschaft (HÄVG) aus, die die Verträge abgerechnet hat.

Durch den Wegfall von 7000 teilnehmenden Hausärzten und über drei Millionen Versicherten seien "scharfe Sparmaßnahmen und Anpassungen" erforderlich geworden, teilte der Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, jetzt in einem Rundschreiben seines Verbandes mit.

Dabei seien auch Mitarbeiter entlassen worden, die am Aufbau der Strukturen engagiert und tatkräftig beteiligt gewesen seien. Die Handlungsfähigkeit des Verbandes werde dadurch aber nicht beeinträchtigt, betont Weigeldt. Der Hausärzteverband sei in der Lage, sich den Gegebenheiten anzupassen.

Von seinem Weg in die Tarifautonomie werde der Hausärzteverband nicht abweichen, auch "wenn es mal nicht nur geradeaus und bergan geht", so Weigeldt.

"Ohne zu kämpfen hätten wir nichts erreicht, auch nicht die geringen Fortschritte im alten System!", erläuterte der Verbandsvorsitzende.

Lesen Sie dazu auch:
Hausärzte werfen Söder fehlende Deeskalation vor

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (17336)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Pneumonien unter Benzodiazepinen

Benzodiazepine sind bei Patienten, die an Morbus Alzheimer leiden, mit einer Häufung von Lungenentzündungen assoziiert. Für Z-Substanzen gilt das womöglich nicht. mehr »

Psychotherapie bei Borderline nur mäßig erfolgreich

Spezifische Psychotherapien sind bei Borderline-Patienten unterm Strich zwar wirksamer als unspezifische Behandlungen: Allerdings fällt die Bilanz in kontrollierten Studien eher mager aus. mehr »

KBV legt acht Punkte für eine Reformagenda vor

Rechtzeitig vor dem Bundestagswahlkampf und dem Start in eine neue Legislaturperiode hat die KBV ein Programm für eine moderne Gesundheitsversorgung vorgelegt. Was steht drin? mehr »