Ärzte Zeitung, 31.05.2011

Linke fordern Stopp der Priorisierungsdebatte

BERLIN (sun). Nach Ansicht der Linken-Politikerin Martina Bunge ist eine Priorisierungsdebatte "völlig fehl am Platz".

Vielmehr solle darüber nachgedacht werden, wie eine "solide Finanzierung des Gesundheitssystems" sichergestellt und die Qualität der Gesundheitsversorgung verbessert werden könne.

Gemessen am Bruttoinlandsprodukt seien die Gesundheitskosten seit Jahren "relativ konstant". "Zu viel, zu wenig, falsch und schlecht behandelte Patienten kosten die Kassen jedes Jahr Milliarden Euro an Beiträgen", betonte Bunge.

Wer allerdings Priorisierung fordere, zementiere diese Missstände, anstatt sie zu beseitigen.

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (17542)
Personen
Martina Bunge (73)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »