Ärzte Zeitung, 07.07.2011

Hessen startet Koordinierungsstelle für Allgemeinmedizin

Um jungen Ärzten die Weiterbildung zum Allgemeinmediziner zu erleichtern, werden in vielen KV-Regionen Koordinierungsstellen gegründet. Nun auch in Hessen.

FRANKFURT (bee). Als zentrale Anlaufstelle für die hausärztliche Weiterbildung in Hessen haben die KV, die Landesärztekammer sowie die Hessische Krankenhausgesellschaft jetzt eine Koordinierungsstelle Weiterbildung Allgemeinmedizin gegründet.

Mit im Boot ist dabei auch das Institut für Allgemeinmedizin der Uni Frankfurt, deren Direktor DEGAM-Präsident Professor Ferdinand Gerlach ist. Zum Verbund gehört ebenso die Uni Marburg/Gießen.

Die Koordinierungsstelle ist bei der KV Hessen angesiedelt und wird von der Körperschaft finanziert. Momentan arbeitet ein Mitarbeiter dort, die Abteilung soll künftig personell aufgestockt werden.

Bindeglied zwischen Ärzten in der Weiterbildung, Praxen und Kliniken

Die Koordinierungsstelle soll künftig die Weiterbildung zwischen Kliniken und Arztpraxen organisieren und die praktische Arbeit regionale Weiterbildungsverbünde unterstützen.

Junge Mediziner, die sich für die Allgemeinmedizin interessieren, werden so mit Weiterbildungspraxen und Kliniken zusammen gebracht.

Die Koordinierungsstelle soll auch organisieren, dass rechtzeitig Weiterbildungsstellen in Praxen frei werden. Ziel sei es, "Reibungsverluste" zu verhindern und "Planungssicherheit" für junge Ärzte zu schaffen, so die KV.

Lob von den jungen Allgemeinärzten in Hessen

Wichtiger Ansprechpartner des Projektes sollen auch die Jungen Hessischen Allgemeinmediziner (HESA) sein. HESA-Vorstandsmitglied Christian Sommerbrodt, niedergelassener Allgemeinmediziner in Wiesbaden, begrüßt die Einrichtung der Kooperationsstelle.

"Wir sehen darin einen sehr großen Vorteil, da mit den beiden Universitäten auch die inhaltliche Koordination der Weiterbildung eingebunden werden", so Sommerbrodt zur "Ärzte Zeitung".

Auch sei es positiv, dass während der Konzeptionsphase für die Koordinierungsstelle die Betroffenen gehört wurden. Auch hofft die HESA darauf, sich in die Weiterentwicklung der Koordinationsstelle einbringen zu können.

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