Ärzte Zeitung, 12.07.2011

Neurologen: Gesetz blendet Defizite bei Versorgung aus

KÖLN (iss). Trotz der wachsenden Bedeutung von Erkrankungen des zentralen Nervensystems und der Psyche geht der Referentenentwurf für das Versorgungsstrukturgesetz auf die Defizite in der Versorgung nicht ein, kritisiert die Bundesarbeitsgemeinschaft Neurologie & Seelische Gesundheit.

"Die Zunahme psychiatrischer Auffälligkeiten von Kindern und Jugendlichen, zunehmende psychische Belastungen und psychosomatische Beschwerden am Arbeitsplatz erfahren im neuen Versorgungsgesetz keine ausreichende Berücksichtigung", sagt der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Dr. Frank Bergmann.

Gleiches gelte für den steigenden Behandlungsbedarf aufgrund der demografischen Veränderungen. Deshalb werde sich die Unter- und Fehlversorgung zuspitzen.

Patienten mit neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen warteten schon jetzt zu lange auf eine fachspezifische Behandlung oder würden wegen enger Budgetierungen nicht in ausreichendem Umfang behandelt, so Bergmann.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »

"Harte Hand" schadet dem Schulerfolg

Den Lebenswandel eines Kindes kann ein sehr strenges Elternhaus negativ beeinflussen, belegt eine Studie. mehr »