Ärzte Zeitung, 13.08.2011

Pädiater warnen vor "Versorgungsloch" bei chronisch Kranken

BERLIN (ras). Der Übergang von der kind- und familienzentrierten Versorgung in die Versorgung für Erwachsene findet in der Regel weder strukturiert noch abgestimmt statt. Darauf hat Professor Klaus M. Keller, wissenschaftlicher Leiter des Kinder- und Jugend-Ärztetages in Berlin, aufmerksam gemacht.

Dies sei fatal, weil die von Pädiatern lange betreuten Patienten mit chronischen oder seltenen Erkrankungen häufig ab dem Alter von 18 Jahren in ein "Versorgungsloch" fielen.

Die Medizin stehe vor neuen Herausforderungen: So würden heute 50 Prozent der Mukoviszidose-Patienten, die früher meist in der Kindheit starben, älter als 18 Jahre.

Bei Patienten mit kongenitalen Herzfehlern erreicht sogar über 90 Prozent der Patienten das Erwachsenenalter.

Mit der Gründung der EMAH (Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern) hätten die Kardiologen darauf reagiert und den Transitionsprozess bei dieser Patientengruppe professionalisiert. Keller sieht darin ein Modell auch für andere Subspezialitäten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Amazonas-Volk hat die gesündesten Gefäße weltweit

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »

Kiffen schädigt wohl doch Herz und Hirn

Cannabis-Konsum erhöht offenbar doch das Risiko für Schlaganfall und Herzschwäche. Zumindest hat sich ein entsprechender Zusammenhang in einer umfassenden US-amerikanischen Analyse gezeigt. mehr »