Ärzte Zeitung, 20.09.2011

Betriebsärzte sollen auf Kollegen in Kliniken achten

MAINZ (chb). Um die Ärzte an den Krankenhäusern vor beruflicher Überlastung zu schützen, fordert der Marburger Bund flächendeckend spezielle Programme zur betrieblichen Gesundheitsförderung.

"Wir setzen uns dafür ein, dass in allen universitären und kommunalen Krankenhäusern Programme der betrieblichen Gesundheitsförderung entwickelt und angewendet werden, um dem Burnout entgegenzuwirken", forderte MB-Chef Rudolf Henke auf der Hauptversammlung des Landesverbandes NRW/Rheinland-Pfalz.

Viele Klinikärzte würden unter den in Zeiten des Ärztemangels immer häufiger zu leistenden Überstunden, Nacht- und Wochenenddiensten leiden, sagte Henke. Diese Arbeitsbedingungen förderten die Gefahr eines Burnouts.

Dem betriebsärztlichen Dienst komme hier eine zentrale Rolle zu, die aber oft unterschätzt werde. Nach Angaben des MB sind zur Zeit an den 500 nordrhein-westfälischen Kliniken 1500 Arztstellen nicht besetzt.

Erst nach Abschluss der Tariverhandlungen gemeinsame Aktion

Der zweite Vorsitzende des Landesverbandes NRW/Rheinland-Pfalz, Professor Ingo Flenker, machte deutlich, dass sich die Klinikärzte nur dann gemeinsam mit Klinikträgern und der Deutschen Krankenhausgesellschaft für eine Korrektur der Krankenhausfinanzierung einsetzen werden, wenn diese dazu beitragen würden, bei den laufenden Tarifverhandlungen einen schnellen Kompromiss zu finden.

"Wir werden uns erst nach Abschluss der Tarifverhandlungen an gemeinsamen Aktionen zur Korrektur der Krankenhausfinanzierung beteiligen, da die Arbeitgeber erfahrungsgemäß sonst jedes Votum für Verbesserungen sonst gegen uns verwenden würden", kündigte Flenker an.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

Die neue Statistik der Bundesärztekammer liegt vor. Sie zeigt, wo die meisten Behandlungsfehler passierten und wie die Schlichterstelle meistens entschied. mehr »

Abstimmung über Trumps Gesundheitsreform verschoben

Die Republikaner haben nicht genügend Stimmen für die Abschaffung von "Obamacare" zusammen, verschieben die Abstimmung im Kongress. Trump muss warten - das kann ihm nicht schmecken. Aber das Weiße Haus macht Druck. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »