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Nordosten mischt ambulante Medizin auf

In Mecklenburg-Vorpommern ist die alte Koalition auch die neue: SPD und CDU haben sich auf eine Fortsetzung geeinigt. Am Montag soll der Koalitionsvertrag unterzeichnet werden. Für niedergelassene Ärzte gibt es einige Überraschungen.

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Die neue alte Koalition im Nordorsten geht die Versorgung an: Kliniken sollen verstärkt ambulant mitmischen.

Die neue alte Koalition im Nordorsten geht die Versorgung an: Kliniken sollen verstärkt ambulant mitmischen.

© Angelika Warmuth / dpa

SCHWERIN (di). SPD und CDU im Nordosten haben sich auf eine Fortführung ihrer Koalition verständigt. Für niedergelassene Ärzte birgt der Koalitionsvertrag, der am Montag unterzeichnet werden soll, Sprengstoff.

Um die medizinische Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern zu sichern, sollen nach dem Willen der Koalitionspartner Kassen, KV, Ärztekammer und Krankenhausgesellschaft mit dem auch künftig von Manuela Schwesig (SPD) geführten Gesundheitsministerium in einer konzertierten Aktion an einer engeren Verzahnung der Sektoren mitwirken.

Einer der Knackpunkte: Die Kliniken sollen stärker in die ambulante Versorgung einbezogen werden. Der Koalitionsvertrag macht hier allerdings die Einschränkung "insbesondere in schwer zu versorgenden Bereichen".

Ärzte finden nur schwer Nachfolger

Dazu zählt auch Vorpommern, das im Vertrag ausdrücklich als Gebiet für ein regionales Versorgungskonzept genannt wird. In dem dünn besiedelten Gebiet finden viele Praxisinhaber nur schwer einen Nachfolger.

Die von der Bundesärztekammer kritisch bewertete Delegation ärztlicher Leistungen soll ausgeweitet werden. Dafür soll die Qualifizierung anderer Gesundheitsberufe gestärkt werden.

Um die hausärztliche Versorgung landesweit zu sichern, halten die Koalitionäre die KV zwar für "originär zuständig". Aber laut Vertrag will man gemeinsam mit KV, Ärzten, Kommunen und "allen anderen Verantwortlichen" daran mitarbeiten.

Stipendien eine "wichtiger Beitrag"

Darunter verstehen die Politiker, dass die im Versorgungsstrukturgesetz vorgesehenen Gestaltungsmöglichkeiten genutzt werden.

Auf regionaler Ebene will man Anreizsysteme zur Gewinnung von Landärzten unterstützen und die Nachwuchsförderung intensivieren. Stipendien für Jungärzte durch Kommunen werden als "wichtiger Beitrag" begrüßt.

Für den Zugang zum Medizinstudium wünschen CDU und SPD sich Neuregelungen, die eine praktische Tätigkeit im Nordosten berücksichtigen.

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