Ärzte Zeitung, 14.11.2011

Hessen: Dorf macht mobil bei der Arztsuche

LAUTERTAL (ine). In vielen kleineren Gemeinden in Hessen fehlt es an ärztlichem Nachwuchs.

In den Gemeinden Ulrichstein und Lautertal waren es gleich fünf Hausarztpraxen, die in den vergangenen Jahren dicht gemacht haben.

In einer Resolution, die von mehr als 1400 Bürgern unterschrieben wurde, fordern die Gemeinden von Land und KV Unterstützung.

Der Vogelsbergkreis gilt als überversorgt, viele der betroffenen Patienten fänden jedoch keine Aufnahme bei den noch verbliebenen Ärzten, heißt es in der Resolution.

Problem mit dem Nahverkehr

Eine Zentralisierung der Versorgung sei in der Region nicht machbar: Der öffentliche Nahverkehr sei nicht stark ausgeprägt und werde, angesichts leerer Kassen, auch in den nächsten Jahren nicht ausgebaut werden können.

Die Gemeinden fürchten, dass der Ärztemangel mittelfristig dazu führt, dass die Gegend für junge Familien unattraktiv wird und die Wirtschaftskraft der Region schwächt.

Sie fordern deshalb die KV und das Land auf, einen weiteren Kassensitz in der Großgemeinde Ulrichstein zu erlauben.

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (17339)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Pneumonien unter Benzodiazepinen

Benzodiazepine sind bei Patienten, die an Morbus Alzheimer leiden, mit einer Häufung von Lungenentzündungen assoziiert. Für Z-Substanzen gilt das womöglich nicht. mehr »

Schelte für die SPD und die Bürgerversicherung

Bei der Eröffnung des 120. Deutschen Ärztetags nahm BÄK-Präsident Montgomery die Gerechtigkeitskampagne der SPD ins Visier. Lob gab es hingegen für Gesundheitsminister Gröhe. mehr »

Psychotherapie bei Borderline nur mäßig erfolgreich

Spezifische Psychotherapien sind bei Borderline-Patienten unterm Strich zwar wirksamer als unspezifische Behandlungen: Allerdings fällt die Bilanz in kontrollierten Studien eher mager aus. mehr »