Ärzte Zeitung, 02.12.2011

Mehr Aufgaben für Pflegekräfte "unverantwortlich"

POTSDAM/COTTBUS (ami). Kritik am Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses zur Aufgabenübertragung an Pflegekräfte kommt von den ärztlichen Körperschaften aus Brandenburg.

In einer gemeinsamen Erklärung wiesen Ärztekammer und KV die Überlegungen des GBA zu Modellversuchen als "unverantwortlich" und einen "Schritt hin zur Schmalspurmedizin" zurück. "Wir benötigen keine neue Struktur, die wieder neue Schnittstellenprobleme verursacht", kritisierte Kammerpräsident Dr. Udo Wolter.

Vielmehr gelte es, Strukturen zu entwickeln, die den Arzt von administrativen Tätigkeiten entlasten. KV-Chef Dr. Hans-Joachim Helming nannte beispielhaft die Modelle AGnES und "agnes zwei" und die neuen regionalen Versorgungsmodelle wie "KV RegioMed".

Helmings Forderung: "Ärztliche Tätigkeiten dürfen nur von Ärzten oder im Delegationsverfahren durch speziell ausgebildete Fachkräfte, die direkt beim Arzt angestellt sind, ausgeführt werden."

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »