Freitag, 25. Mai 2012
Ärzte Zeitung, 20.02.2012

Verbundweiterbildung in Bremen gestartet

BREMEN (cben). Die neue Bremer Verbundweiterbildung für Hausarztassistenten ist am 15. Februar offiziell an den Start gegangen, der erste Assistent hat die Weiterbildung im Verbund begonnen.

Krankenhäuser und Arztpraxen bieten in der Stadt Bremen künftig trägerübergreifend für die derzeit knapp 20 Assistenten in Bremen eine vollständige Weiterbildung zur Fachärztin und zum Facharzt Allgemeinmedizin an.

Das Programm bietet ein für die ganze fünfjährige Weiterbildungszeit gültiges begleitendes Curriculum an, das in Bremen entwickelt worden ist. "Dieses Curriculum gilt auch während der Klinik-Abschnitte, sodass auch während der klinischen Ausbildungs-Abschnitte die hausärztliche Perspektive gewahrt bleibt", sagt Günther Egidi von der Bremer Arbeitsgemeinschaft der weiterbildenden Hausärztinnen und Hausärzte.

Die Assistenten werden von fast allen Krankenhäusern und allen weiterbildenden Hausarzt-Praxen zehn Mal im Jahr für drei Stunden für die curriculare Fortbildung freigestellt.

Nicht nur während der Weiterbildung im Krankenhaus, sondern auch für die Arbeit in Vertragsarzt-Praxen wird das Tarifgehalt garantiert.

Gesundheitssenatorin begrüßt Projekt

Die Kosten für die Honorare und Organisation tragen die beteiligten Kliniken. Die Koordination übernimmt die bei der Ärztekammer Bremen (ÄKHB) angesiedelte Koordinierungsstelle für Allgemeinmedizin (KOSTA).

Gerade in den sozial schwächeren Bremer Stadtteilen werden in den kommenden Jahren viele Hausärzte in den Ruhestand gehen.

Gesundheitssenatorin Renate Jürgens-Pieper begrüßt daher das Projekt: "In Bremen stellen wir in bestimmten Stadtteilen schon Hausärztemangel fest, auch wenn hiervon bundesweit hauptsächlich ländliche Gebiete betroffen sind."

| Share

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Ärzte, vernetzt Euch!

Vom Deutschen Ärztetag soll ein Aufruf ausgehen für mehr vernetztes Arbeiten von Ärzten. Doch die Botschaft stieß nicht auf einhellige Begeisterung. Denn Kooperationen bergen auch das Risiko neuer Abhängigkeiten für Ärzte, warnten Delegierte. mehr »

Ein Jahr nach EHEC: "Viele Ärzte haben gar nicht gemeldet"

Viel wurden die Behörden während der EHEC-Epidemie gescholten. Doch auch an der Basis, bei den Ärzten, lief nicht alles rund. Im Interview zieht der Chef-Epidemiologe vom Robert Koch-Institut, Professor Gérard Krause, Lehren und spricht über selbst ernannte Experten. mehr »

Geplante Patientenrechte sorgen für lange Gesichter

Schlechte Noten für das Patientenrechte­gesetz: Der vom Kabinett verabschiedete Entwurf gilt als kleinster gemeinsamer Nenner. Länder, Kassen und Opposition nörgeln, haben aber auch Ideen, wie der Entwurf in ihren Augen noch gerettet werden kann. mehr »