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Berlin und Brandenburg gespalten

POTSDAM (ami). Der neue, eigenständige Hausärzteverband in Brandenburg baut seine Strukturen auf. Jetzt hat der Verband eine Geschäftsstelle in Potsdam eröffnet.

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"Unser Ziel ist, die Hausärzte in Brandenburg kompetent und konsequent zu vertreten", so der Gründungsvorsitzende Dr. Johannes Becker. Der Brandenburger Hausärzteverband ist aus dem gemeinsamen Verband Berlin-Brandenburg hervorgegangen.

Die Brandenburger Delegierten dieses überregionalen Verbandes hielten eine Trennung für notwendig, weil die strukturellen Gegensätze zwischen Stadt und Land und die Interessen bei Hausarztverträgen immer größer wurden.

"Ein Flächenstaat wie Brandenburg hat andere Probleme zu bewältigen - Probleme, die ein Stadtstaat wie Berlin nicht hat. Man denke zum Beispiel an das Thema Ärztemangel auf dem Land", so Becker.

Brandenburger ohne Berliner Querelen

Er zeigte sich erleichtert, dass die Brandenburger Hausärzte sich nun nicht mit den Diskussionen um die Zahlungen an die drei Vorstände der KV Berlin auseinandersetzen müssen.

Dem neuen Verband sind bisher rund 180 Mitglieder beigetreten. Dem Altverband gehörten laut Becker geschätzte 300 Brandenburger an. Doch nicht alle Mitglieder des jungen Brandenburger Verbands kommen aus dem Altverband.

"Wir haben nun auch Ärzte in unseren Reihen, die vorher nicht im gemeinsamen Verband sein wollten", sagte Becker der "Ärzte Zeitung". Er legt Wert darauf, dass der Verband auch für angestellte Hausärzte offen ist.

"Wir wollen auch angestellten Ärzten ein gutes Programm liefern, weil ihre Zahl steigt. Alles andere wäre ausgesprochen altmodisch", so Becker.

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