Ärzte Zeitung, 08.07.2012

Kooperative Versorgung: Kammer Sachsen skeptisch

DRESDEN (tt). Die sächsische Landesärztekammer fürchtet, dass bei kooperativen Versorgungsstrukturen zu wenig auf das Patientenwohl und zu sehr auf "etwaige Gewinnoptimierung" geachtet werde.

In einem Antrag forderten die Delegierten des jüngsten sächsischen Landesärztetags deshalb die Bundesärztekammer auf, "sich kritisch mit der Etablierung kooperativer Versorgungsstrukturen auseinanderzusetzen".

Im Entschluss wurde betont, dass Kooperationen sinnvoll sein können, allerdings nur, "wenn sich dahinter eine der Patientenversorgung dienende klare Substanz verbirgt".

Die Bundesärztekammer sei deshalb aufgerufen, "klare Kriterien zu definieren und diese auch regelmäßig unter Einbeziehung der Versorgungsforschung zu überprüfen und zu evaluieren".

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (17107)
Organisationen
Bundesärztekammer (3832)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »