Die Behandlungsergebnisse sollen auch über den Krankenhausaufenthalt hinaus beobachtet werden, steht da, ganz lapidar.
Geht es nicht genau darum?
Wir Niedergelassenen kämpfen in vielen Fällen gegendie Ergebnisse dessen, was nach dem Krankenhausaufenthalt auf uns zukommt.
Wohlgemerkt, auf uns Niedergelassene zukommt.
Das Bild bei den TEPs ist dabei von geradezu alleinstehen schlechter Bedeutung.
In der Regel sehen wir die Patienten nicht nur in den 10 Tagen nicht mehr, in denen sie zur OP im Krankenhaus liegen, sondern auch weitere 3-6 Wochen länger nicht für die Dauer der - wiederum stationären - Reha.
In einigen Fällen ist das Gesamtbild und das Altersbild danach so schlecht, daß sich auch noch eine "Kurz"zeitpflege von bis zu 4 Wochen anschließt.
Wenn wir dann die Patienten sehen, sitzen sie oft genug im Rollstuhl oder bleiben sogar bettlägerig. In sehr vielen Fällen ist die Reha noch keineswegs abgeschlossen. Vielmehr laufen die TEP.Patioenten auch nach 6 oder 10 Wochen an Unterarmstützen und brauchen weiterhin ambulante Physiotherapie.
Aus meinem Patientenkollektiv muß ich leider davon ausgehen, daß rund 10 - 15 Prozent der GeTEPten eigentlich garnicht OP-fähig waren, folglich bleibt dieses Sechstel alterbedingt oder wegn anderer Krankheiten, wie Muskelschäche, Demenz, Gangunsicherheit etc. gehunfähig oder stark gehbehindert.
Aber auch wenn man dieses Sechstel abzieht bleiben Defizite.
Gerade aben, drei Tage bevor ich dies schreibe, ist ein Patient aus der reha zurückgekommen, bei dem die Innen-Außenrotation im betroffenen Gelenk sich nicht gebessert hat. Die Streck- und Beugefähigkeit allerdings ist jetzt schlechter als zuvor. Grotesk: Es bestehen keine Schmerzen mehr, allerdings kannder Patient kaum noch weiter als 200 Meter gehen, und die Schmerzen traten vor OP etwa bei 2-3 Kilomteern auf.
Kurzum, es nutzt uns tatsächlich wenig, wenn die Qualitätskriterien an stationären Parametern festgemacht werden.
Man sollte sich vielmehr Gedanken machen über Kriterien zur Operationsfähigkeit und zum Operationsrisiko, nicht was Thrombosen und Infektionen betrifft, sondern wenn es um die Rehabilitationsfähigkeit geht. Und dann natürlich sollte man die Patienten wenigstens im ersten und zweiten Jahr postoperativ im Hinblick auf das Operationsergebnis betrachten.
Leider ist es so, daß die Krankenhausträger in erster Linie die sehr hohe DRG-Vergütung im Auge haben und nicht so dehr den therpautischen Sinn.
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