KVen im Norden

Keine Fusion, aber intensivere Kooperation

HAMBURG (di). Keine länderübergreifende KV-Fusion: Diese Linie vertreten im Norden nicht nur die Körperschaften Hamburgs und Schleswig-Holsteins, sondern auch die Politiker. Die ohnehin schon enge Kooperation aber soll ausgebaut werden.

Veröffentlicht:

"Sie haben eine Form der Zusammenarbeit erreicht, die in NRW nicht einmal innerhalb der Landesgrenzen möglich ist", sagte Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) bei der gemeinsamen Vertreterversammlung der Nord-KVen.

Mit ihrer Parteikollegin Kristin Alheit aus Schleswig-Holstein will sie sich ähnlich eng abstimmen, wie dies die KVen bereits tun.

Ein Zusammenschluss aber steht weder für die ärztlichen Körperschaften, noch für die Politiker auf der Tagesordnung. Rein rechtlich könnten die beiden KVen zwar fusionieren, praktisch aber macht dies aus Sicht von Prüfer-Storcks keinen Sinn.

Sie wünscht sich weiter eine KV nur für Hamburg als Ansprechpartnerin vor Ort, weil die Probleme zwischen Stadt- und Flächen-KV nicht immer deckungsgleich sind. Als Beispiel nannte sie den Fremdkassenzahlungsausgleich, für den Hamburg wie berichtet andere Ziele verfolgt.

Mögliche Synergien in der IT

Auch Alheit lobte die gute Zusammenarbeit der KVen, die nach ihrer Ansicht in der Metropolregion etwa für die Sicherstellung der ambulanten Versorgung erforderlich ist. Als Beispiel nannte sie die erste Zweigpraxis, die ein Hamburger in Schleswig-Holstein eröffnet hat.

Die KV-Chefs beider Länder, Dieter Bollmann (Hamburg) und Dr. Monika Schliffke (Schleswig-Holstein) prüfen, ob die Kooperation intensiviert werden kann. Bollmann nannte als Beispiel mögliche Synergien in der IT.

Schliffke verwies auf gemeinsame Prüfungen und Standards in der Qualitätssicherung, auch Mecklenburg-Vorpommern ist dabei einbezogen.

Dr. Michael Späth, Vorsitzender der Hamburger Vertreterversammlung, zählte als Beispiele für die Zusammenarbeit beider KVen die Landarztkampagne, mit der Schleswig-Holstein in Hamburg wirbt, die gemeinsame Notfallpraxis an der Stadtgrenze, Abstimmungen in Zulassungsfragen und gemeinsame Klausursitzungen auf.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kolumne aus Berlin

Die Glaskuppel zur Prävention: Mehr als Kochkurs und Yogamatte

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Ärztliche Pflichttätigkeiten

Zehn Praxis-Tipps für die Leichenschau

Voraussetzungen für neue Kassenleistung

Lungenkrebs-Screening: Wie gut sind Praxen vorbereitet?

Schulterblick

Wie eine Wiesbadener Hausärztin ihre Praxis digitalisiert

Lesetipps
Formular 21 - wie es richtig ausgefüllt wird, war in den vergangenen Jahren nicht allen Ärzten klar.

© Fernando Gutierrez-Juarez / dpa / picture alliance

Bescheinigung eines erkrankten Kindes

Kinderkrankenschein: So wird Formular 21 richtig ausgefüllt

Ein Arzt lädt Daten in die E-Patientenakte hoch

© Daniel Karmann/dpa/picture alliance

Elektronische Patientenakte im Versorgungsalltag

Bei diesen ePA-Baustellen müssen Praxen auf Behelfslösungen setzen