Ärzte Zeitung, 01.10.2012

Richtlinien 2013

Begrenzte Hoffnung auf neue Bedarfsplanung

BERLIN (HL). Vertreter der Ärzte und Krankenkassen sind zuversichtlich, dass der gemeinsame Bundesausschuss planmäßig die Richtlinien zur neuen Bedarfsplanung wie sie das Versorgungsstrukturgesetz vorsieht bis Anfang kommenden Jahres fertiggestellt haben.

Andererseits wird auch das neue flexiblere und feinere Instrumentarium aller Voraussicht nach nicht die ursprünglich hohen Erwartungen erfüllen können, die Versorgungsungleichgewichte zu beseitigen und Lücken in der ärztlichen Versorgung zu vermeiden. In diesem Punkt bestand in einer Diskussionsrunde beim 5. Deutschen Internistentag in Berlin Einigkeit.

Positiv gewürdigt wurde, dass der Bundesausschuss darauf verzichten wird, die heterogene Gruppe der Internisten nicht nach den einzelnen Disziplinen hinsichtlich der künftigen Bedarfsplanung zu differenzieren, sondern generell von einer einheitlichen Gruppe der Ärzte für Innere Medizin auszugehen.

Den Grund dafür nannte Dr. Bernhard Gibis von der KBV: "Es gibt keine Evidenz dafür, wie viele Ärzte einer bestimmten Disziplin bedarfsgerecht sind."

Bei der Umsetzung der neuen Bedarfsplanung wird sich aus Sicht der Medizinrechtlerin Dr. Karin Hahne ein neues Problem ergeben: die strittige Entschädigung für jene Ärzte, deren Vertragsarztsitz gestrichen werden soll, wenn sie die Praxis aufgeben..

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (16846)
Organisationen
KBV (6332)
Personen
Bernhard Gibis (36)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »