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Ministerin lobt Modellprojekt

Heimkinder psychisch besser betreut

POTSDAM (ami). Wie können Heimkinder vor psychischen Krisen geschützt werden? Das hat ein Modellprojekt in Brandenburg gezeigt. Landesgesundheitsministerin Anita Tack (Linke) fordert nun, dass das Modell flächendeckend und dauerhaft ausgerollt wird.

Veröffentlicht:

Das Modellprojekt unter dem Titel "You'll never walk alone" griff die Erfahrung auf, dass Kinder und Jugendliche in Heimen psychisch oft stark belastet sind.

Eine bessere Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie sollte diese Belastungen verringern.

Dazu schlossen kinder- und jugendpsychiatrische Kliniken, Einrichtungen der stationären Jugendhilfe und Jugendämter Kooperationsvereinbarungen.

Die psychiatrischen Kinderkliniken hielten regelmäßige Sprechstunden in den Heimen vor Ort ab. Dabei wurde auch diagnostiziert und behandelt.

So sollten Krisen der Heimkinder und damit auch Krankenhausaufenthalte vermieden werden. Dieses Ziel wurde erreicht.

Die Dauer stationärer Aufenthalte lag laut Ministerium für teilnehmende Kinder und Jugendliche im Jahr 2011 bei durchschnittlich 3,5 Tagen. Zu Beginn des Projektes 2010 waren es 15,38 Tage.

200 Kinder behandelt

Das Projekt startete in der Region Eberswalde. Zwei weitere Kinder- und Jugendpsychiatrien und neun Jugendhilfeeinrichtungen im Land sind dem Projekt beigetreten.

Insgesamt wurden mehr als 200 Kinder und Jugendliche auf diesem Weg behandelt. Parallel haben die Heimmitarbeiter Schulungen erhalten.

Das Projekt hat nach Einschätzung von Ministerin Tack bei der Versorgung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher Schnittstellen überwunden und neue Wege beschritten.

"Die Kooperation und das gegenseitige Verständnis zwischen Kinder- und Jugendpsychiatrie und Kinder- und Jugendhilfe konnte zum Wohle der Kinder und Jugendlichen erheblich verbessert werden. Das muss fortgesetzt und bedarfsdeckend für das ganze Land erweitert werden", sagte Tack.

Sie forderte dafür nun das Engagement "sowohl auf der Seite der Kostenträger des Gesundheitswesens als auch der Kinder- und Jugendhilfe" ein.

Das Modellprojekt wurde durch das Landesgesundheitsministerium gefördert.

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