Ärzte Zeitung, 10.01.2013

Marburger Bund

Warnsystem soll unfähige Ärzte stoppen

BERLIN. Als Reaktion auf den in Heilbronn aufgeflogenen Skandalarzt aus den Niederlanden fordert der Marburger Bund ein Frühwarnsystem.

Es müsse verhindert werden, dass Patienten von berufsunwürdigen Ärzten geschädigt würden, sagte der Vorsitzende der Organisation der angestellten Ärzte, Rudolf Henke, am Mittwoch in Berlin.

Es dürfe nicht sein, dass die Krankenhäuser erst über eine Google-Recherche von der Vorgeschichte eines Arztes erführen.

"Die Landesministerien und Approbationsbehörden müssen in der Lage sein, zuverlässig Auskunft über problematische Fälle zu geben", sagte Henke. "Deshalb brauchen wir eine Zusammenführung von Daten an einer zentralen Stelle."

Unterentwickelter Informationsaustausch bemängelt

Der Informationsaustausch zwischen den EU-Staaten und den deutschen Behörden sei unterentwickelt.

Er unterstütze Überlegungen der EU-Kommission zur Schaffung eines Warnmechanismus, wie er in einem Vorschlag zur Änderung der Berufsanerkennungsrichtlinie vorgesehen sei, sagte Henke.

Der Arzt, dem in den Niederlande dutzende Fehldiagnosen vorgeworfen werden, hatte an mehreren deutschen Kliniken gearbeitet. ( dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »