Montag, 25. Mai 2015
Ärzte Zeitung, 22.01.2013

Diamorphin-Beschluss

Altpeter lobt erleichterte Behandlung

STUTTGART. Baden-Württembergs Gesundheitsministerin Katrin Altpeter hat die Erleichterungen bei der Behandlung von Suchtkranken mit Diamorphin begrüßt.

Sie zeigte sich erfreut, dass der Gemeinsame Bundesausschuss die Personalvorgaben reduziert hat. Bisher musste es in jeder Substitutionspraxis mindestens drei ärztliche Vollzeitstellen geben.

Altpeter hatte sich beim GBA für eine Senkung der Vorgaben stark gemacht. Sie forderte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) auf, nun auch die Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung zu ändern.

Paragraf 5 Absatz 9a schreibt bisher die Injizierung des Diamorphins vor. Dies sei bei Langzeitabhängigen aber oft nicht möglich, da das Venensystem stark geschädigt sei.

Sie appellierte an Bahr, auch die orale Anwendung von Diamorphin zu ermöglichen. Ändern kann diese Verordnung nicht der GBA, sondern nur die Bundesregierung. (fst)

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Weltraumarzt berichtet: Wenn Astronauten im All krank werden

Auf ihren Missionen sind Astronauten sehr weit weg: von der Erde, von ihren Familien - und auch von Ärzten. Was also geschieht, wenn Raumfahrer im All krank werden? Ein Weltraumarzt der ESA berichtet. mehr »

Weltgesundheitsversammlung: Ebola hat alle wach gerüttelt

Noch bis Dienstag ziehen Delegierte aus beinahe 200 Ländern auf der 68. Weltgesundheits­versammlung in Genf Lehren aus Ebola. Der Schock sitzt bei allen tief. Dabei war das Geschehene vorhersehbar - aber keiner wollte es sehen. mehr »

Kopftransplantation: Spinnerei oder ehrgeiziger Plan?

Spätestens 2017 soll es soweit sein: Der italienische Chirurg Sergio Canavero will erstmals den Kopf eines Menschen transplantieren. Er ist überzeugt vom Erfolg seines Plans. mehr »