Freitag, 1. August 2014
Ärzte Zeitung, 22.01.2013

Diamorphin-Beschluss

Altpeter lobt erleichterte Behandlung

STUTTGART. Baden-Württembergs Gesundheitsministerin Katrin Altpeter hat die Erleichterungen bei der Behandlung von Suchtkranken mit Diamorphin begrüßt.

Sie zeigte sich erfreut, dass der Gemeinsame Bundesausschuss die Personalvorgaben reduziert hat. Bisher musste es in jeder Substitutionspraxis mindestens drei ärztliche Vollzeitstellen geben.

Altpeter hatte sich beim GBA für eine Senkung der Vorgaben stark gemacht. Sie forderte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) auf, nun auch die Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung zu ändern.

Paragraf 5 Absatz 9a schreibt bisher die Injizierung des Diamorphins vor. Dies sei bei Langzeitabhängigen aber oft nicht möglich, da das Venensystem stark geschädigt sei.

Sie appellierte an Bahr, auch die orale Anwendung von Diamorphin zu ermöglichen. Ändern kann diese Verordnung nicht der GBA, sondern nur die Bundesregierung. (fst)

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Katastrophe Ebola: Notstand in Westafrika - über 720 Tote

Ebola in Westafrika ist alles andere als unter Kontrolle: die Zahl der Todesopfer steigt unaufhörlich. Sierra Leone und Liberia erklären den Notstand. Die Armee riegelt Regionen ab - notfalls mit Gewalt. International findet ein Umdenken statt. mehr »

Honorar: KBV-Chef will die Budgets knacken

In den anstehenden Honorar-Verhandlungen kämpfen die Ärzte nicht nur um mehr Geld. Die Parole lautet: Weg mit dem Budget! mehr »

"Pille danach": Punktsieg für Befürworter der Freigabe

Die Union ist dagegen: Ein Notfallkontrazeptivum ist "kein Smartie", sagt sie und will an der Rezeptpflicht festhalten. Genauso wie viele Ärzte - sie verweisen auf die gewichtsabhängige Wirkung. Doch jetzt rüttelt die EMA an diesem Argument. mehr »