Ärzte Zeitung, 22.01.2013

Diamorphin-Beschluss

Altpeter lobt erleichterte Behandlung

STUTTGART. Baden-Württembergs Gesundheitsministerin Katrin Altpeter hat die Erleichterungen bei der Behandlung von Suchtkranken mit Diamorphin begrüßt.

Sie zeigte sich erfreut, dass der Gemeinsame Bundesausschuss die Personalvorgaben reduziert hat. Bisher musste es in jeder Substitutionspraxis mindestens drei ärztliche Vollzeitstellen geben.

Altpeter hatte sich beim GBA für eine Senkung der Vorgaben stark gemacht. Sie forderte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) auf, nun auch die Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung zu ändern.

Paragraf 5 Absatz 9a schreibt bisher die Injizierung des Diamorphins vor. Dies sei bei Langzeitabhängigen aber oft nicht möglich, da das Venensystem stark geschädigt sei.

Sie appellierte an Bahr, auch die orale Anwendung von Diamorphin zu ermöglichen. Ändern kann diese Verordnung nicht der GBA, sondern nur die Bundesregierung. (fst)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Dicke Raucher riskieren ihre Haarpracht

Doppelt ungünstig: Adipöse Raucher haben ein erhöhtes Risiko für Alopezie. Ein solcher Zusammenhang wird aufgrund der Resultate einer italienischen Studie vermutet. mehr »

Mein Ausweg aus dem Hamsterrad

Jana Draffehn ist Ärztin in Weiterbildung und will eine Hausarztpraxis im thüringischen Hermsdorf übernehmen. Warum das Leben als Landärztin für sie ein Traumjob mit vielen Vorteilen ist. mehr »

Warum die Therapie manchmal nicht klappt

Spricht ein Patient mit Erektiler Dysfunktion (ED) schlecht auf eine Therapie mit PDE-5-Hemmer an, kann es an der Dosis liegen – oder am Mann. Unser Sommerakademie-Spezial. mehr »