Ärzte Zeitung, 23.01.2013

Haseloff

"Nie war die Versorgung so gut"

In Sachsen-Anhalt lobt Ministerpräsident Haseloff die Versorgung und den Jobmotor Gesundheitsmarkt. Doch es ist noch Luft nach oben - und so sollen bestimmte ärztlicher Fachgruppen gefördert werden.

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Will Projekte entwickeln: Reiner Haseloff.

© Jens Wolf / dpa

MAGDEBURG. Jeder sechste Erwerbstätige in Sachsen-Anhalt arbeitet in einem Gesundheitsberuf.

Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff (CDU) hat anlässlich von Neujahrsempfängen der Heilberufler und der AOK Sachsen-Anhalt das Engagement der 130.000 Mitarbeiter im Gesundheitswesen des Landes gewürdigt.

"Dieser Beschäftigungsmarkt ist einzigartig", sagte der CDU-Politiker. Noch nie habe es in in der Geschichte Sachsen-Anhalts eine so gute medizinischen Versorgung gegeben, die mit der bislang höchsten Lebenserwartung einher gehe.

Haseloff: "Es gab in Sachsen-Anhalt auch noch nie eine so hohe Arztdichte."

Eingedenk der Kultur des Miteinanders in Sachsen-Anhalt bot sich Haseloff Ärzten und Kassen auch weiterhin als Partner im Ringen um eine gute flächendeckende medizinische Versorgung an.

Qualität soll honoriert werden

"Wir wollen gemeinsam mit Ihnen Projekte für die Praxis entwickeln." Dabei setze er auch künftig auf die AOK Sachsen-Anhalt, die mit einem Marktanteil von 34 Prozent die größte Kasse im Land ist.

"Von Strukturveränderungen, die mit ihrer Hilfe umgesetzt werden, profitiert das ganze Land."

Haseloff verwies auf erfolgreiche Projekte, die die Troika KV, Land und AOK gemeinsam ins Leben gerufen und umgesetzt hatten. Anreize für Neugründungen und Niederlassungen gehörten ebenso dazu wie Stipendien für Medizinstudenten oder Filial- und vernetzte Praxen.

Haseloff regte an, über Stimuli für bestimmte Fachrichtungen nachzudenken und mehr junge Ärzte für das Land zu gewinnen. "Wir müssen zeigen, dass es hier für sie eine Perspektive gibt."

Dabei dürften ethische Standards in der Medizin nicht durch eine zunehmende Ökonomisierung gefährdet werden. Es müsse deshalb erlaubt sein, über Kriterien der Geldverteilung nachzudenken.

"Wichtig ist eine Vergütung, die die Qualität der Behandlung besser honoriert als Patientenkontakte." (zie)

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