Ärzte Zeitung, 23.08.2013

Glosse zur Quote für Kulturschaffende

Vorfahrt für Männer

Jürgen Trittin, einer der SpitzenkandidatInnen der Grünen für den nächsten Bundestag, hat eine Quote für Kulturschaffende gefordert. Wie soll man das verstehen? Komponisten: Fast alles Männer. Bildhauer: Frauen die Ausnahme. Dirigenten: Bei Frauen Fehlanzeige.

Die Lösung des Problems könnte Trittin aus dem Instrumentenkasten des GKV-Systems entleihen: Quotierung durch Budgetierung und Bedarfsplanung.

Um Gender-Ungleichgewichte zu vermeiden, wird eine Bedarfs- und Gerechtigkeitszulassung für Dirigenten, Komponisten, Bildhauer und andere Kulturschaffende eingeführt.

Radio- und Fernsehsender sowie staatliche Museen werden auf Gender-Ausgewogenheit verpflichtet, Downloads aus dem Internet entsprechend kontingentiert.

Konsequenterweise wird Gender Mainstream auch im Gesundheitswesen durchgesetzt und die Übermacht von Krankenschwestern und Altenpflegerinnen gebrochen.

Die Arbeitsagenturen bieten dazu Umschulungskurse auf Komponist, Bildhauer, Dirigent und andere kulturschaffende Berufe an. Für das inzwischen von Frauen dominierte Medizinstudium wird eine Quote eingeführt: Vorfahrt für Männer. (HL)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

KBV und Psychotherapeuten kritisieren Honorarbeschluss

BERLIN. Der erweiterte Bewertungsausschuss hat am Mittwochnachmittag gegen die Stimmen der KBV einen Beschluss zur Vergütung der neuen psychotherapeutischen Leistungen gefasst. mehr »