KV Brandenburg

Impfkampagne gestartet

Veröffentlicht:

Auch in Brandenburg sinken die Durchimpfungsraten. Jetzt reagiert die KV - und stattet rund 2000 Ärzte mit einem Impfpaket aus.

POTSDAM. Die KV Brandenburg (KVBB) hat am 16. September ihre vierte Impfkampagne in Zusammenarbeit mit der Pharmaindustrie gestartet.

Rund 2000 Haus-, Kinder- und Frauenärzte stattet die KV für die Aktion in Kooperation mit den Arzneimittelherstellern GlaxoSmithKline, Novartis, Pfizer und Sanofi Pasteur MSD mit einem Impfpaket für Patienten und Personal aus.

Besonderen Wert legt KV-Chef Dr. Hans-Joachim Helming auf die Wiederholungsimpfungen. "Wie wichtig das permanenten Erinnern an Auffrischungen ist, zeigen die Masernprobleme", sagte Helming bei der KV-Vertreterversammlung Anfang September.

Helming: Mentalität hat sich geändert

Die bislang hohen Durchimpfungsraten gegen Masern in Brandenburg führte er zum Teil noch auf DDR-Traditionen zurück.

Die Mentalität der Menschen habe sich aber geändert. "In der Summe haben wir deutlich nachlassende Durchimpfungsraten. Die notwendigen Zweit- und Dritt-Impfungen werden nicht mehr gemacht", kritisierte Helming.

So hätten nur rund 87 Prozent aller Brandenburger Kleinkinder zwischen 30 und 42 Monaten den grundlegenden Impfschutz gegen Masern. "Das ist zu wenig, da müssen wir dran bleiben", fordert der KV-Chef.

Großen Nachholbedarf sieht der Gynäkologe Helming auch bei der Impfung gegen Humane Papillomaviren (HPV). Nur knapp 40 Prozent der Mädchen in Brandenburg hätten die notwendigen drei HPV-Impfungen erhalten.

"Je mehr Menschen geimpft sind, desto schwerer können sich gefährliche Infektionskrankheiten ausbreiten", erklärte der KVBB-Chef.

Geprüfte Impfstoffe

Auf die hohen Ansprüche an die Sicherheit von Impfstoffen wies Dr. Klaus Schlüter von Sanofi Pasteur MSD hin.

Bevor ein Impfstoff zugelassen werde, würden Studien mit bis zu 100.000 Teilnehmern stattfinden. Bei zugelassenen Impfstoffen überprüfe das Paul-Ehrlich-Institut fortlaufend Sicherheit, Qualität und Wirksamkeit.

"Das Zusammenspiel all dieser Maßnahmen macht die Impfstoffe von heute zu den sichersten und bestgeprüften Medikamenten die wir derzeit haben", so Schlüter. (ami)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Krebskongress

Tumorchirurgie: Geschlecht zählt auf beiden Seiten des Skalpells

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe

Krankenhausreform

Klinik-Atlas soll zum Gemeinsamen Bundesausschuss umziehen

Das könnte Sie auch interessieren
Kommission fordert Grippeimpfung auch für gesunde Kinder

© Getty Images

STIKO-Empfehlungen

Kommission fordert Grippeimpfung auch für gesunde Kinder

Anzeige | Viatris-Gruppe Deutschland
Junge Frau spricht mit einer Freundin im Bus

© Getty Images

Update

Impflücken bei Chronikern

Chronisch krank? Grippeimpfung kann Leben retten

Anzeige | Viatris-Gruppe Deutschland
Grippeschutz in der Praxis – Jetzt reinhören!

© Viatris-Gruppe Deutschland

Update

Neue Podcast-Folgen

Grippeschutz in der Praxis – Jetzt reinhören!

Anzeige | Viatris-Gruppe Deutschland
Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

© David Pereiras | iStock (Symboldbild mit Fotomodell)

Dermatomykosen

Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

© Irina Tiumentseva | iStock

Onychomykosen

Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Abb. 1: Zeitaufwand pro Verabreichung von Natalizumab s.c. bzw. i.v.

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [9]

Familienplanung und Impfen bei Multipler Sklerose

Sondersituationen in der MS-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Biogen GmbH, München
Impfungen – ob Influenza oder Reisezeit

© Springer Medizin Verlag GmbH

Impfungen – ob Influenza oder Reisezeit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Brustkrebs Symbolbild

© Sebastian Kaulitzki / stock.adobe.com

Risikoadaptiert und individualisiert behandeln

Frühes Mammakarzinom: So optimieren Sie die Therapie

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe
Eine Ärztin spricht mit einer Patientin.

© Siphosethu F / peopleimages.com / Stock.adobe.com

Krebsprävention durch Kommunikation

Zu Krebs halten sich Mythen und Irrtümer hartnäckig – Aufklärung tut not

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe
Drei Operateure in einem Operationssaal.

© Robert Kneschke / stock.adobe.com

Krebskongress

Tumorchirurgie: Geschlecht zählt auf beiden Seiten des Skalpells

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe