Ärzte Zeitung online, 21.03.2014

KBV

Schwierige Einigung auf Positionspapier

Wegen zahlreicher Änderungsanträge kann die KBV ein Positionspapier zum Koalitionsvertrag erst in der nächsten Woche vorstellen.

BERLIN. Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hat sich in zweitägigen lebhaften Diskussionen auf ein 20 Seiten starkes Positionspapier zum Koalitionsvertrag geeinigt. Veröffentlicht werden soll das Papier wegen zahlreicher Änderungsanträge erst Anfang kommender Woche.

Leitschnur der Stellungnahme seien die 2012 erarbeiteten acht Punkte, die die Vertreterversammlung als Voraussetzung zur Beibehaltung des Sicherstellungsauftrags beschlossen hatte.

Die Wartezeitendiskussion sei zwar populistisch gut zu spielen, sagte KBV-Chef Dr. Andreas Gassen. Sie entspreche aber nicht den realen Gegebenheiten. Man werde der Regierung Alternativen zu der Pflicht, binnen vier Wochen Facharzttermine zu vergeben, präsentieren.

Die Öffnung der Kliniken für die ambulante Versorgung sei kontraproduktiv, wenn man die Stellung der ambulanten Medizin durch niedergelassene Ärzte stärken wolle. Hausarzt-Vorstand Regina Feldmann kündigte an, dass die KBV auch Vorschläge zur Patientensteuerung unterbreiten werde.

Dr. Dieter Haack ersetzt Gassen als stellvertretender Vorsitzender der KBV-VV. (af/mh)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »