Ärzte Zeitung, 08.12.2014

Saarland

Sechs Prozent wechseln den Hausarzt

Arzt-Hopping ist im Saarland kein Massenphänomen. Bei Fachärzten ist der Anteil noch geringer.

SAARBRÜCKEN. Das sogenannte "Arzt-Hopping" ist im Saarland kein größeres Problem. Das hat eine Erhebung der KV ergeben.

Demnach haben binnen eines Jahres nur sechs Prozent der Patienten einen zweiten Hausarzt aufgesucht. Bei den Fachärzten ist der Anteil noch deutlich geringer. Hier suchten nur 1,7 Prozent einen Zweitmediziner aus derselben Facharztgruppe auf.

"Das ‚Arzt-Hopping‘ ist bei uns kein Massen-Phänomen", sagte der KV-Vorsitzende Dr. Gunter Hauptmann der "Ärzte Zeitung". Nur einige wenige Patienten würden tatsächlich wegen ihrer Beschwerden gleich mehrere Ärzte vom selben Fach aufsuchen.

Hintergrund der Erhebung waren Überlegungen in der KV, den Direktzugang der Patienten zum Facharzt einzuschränken und die Patienten dazu zu bewegen, zunächst zum Hausarzt zu gehen.

Anlass dafür war die Feststellung, dass nach dem Wegfall der Praxisgebühr im vergangenen Jahr drastisch mehr Patienten beim Facharzt ohne Überweisung behandelt wurden.

Hier hat die KV inzwischen festgestellt, dass viele Patienten sehr wohl zuvor beim Hausarzt waren - die Hausärzte die Überweisungen aber häufig nicht für die KV extra erfasst hatten. (kin)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »