Ärzte Zeitung online, 18.09.2015

UPD

Sanvartis erhält Zuschlag

BERLIN. Der private Anbieter von Telefondienstleistungen Sanvartis wird neuer Träger der Unabhängigen Patientenberatung (UPD). Das hat das Bundesgesundheitsministerium am Freitag mitgeteilt.

Demnach habe der GKV-Spitzenverband im Einvernehmen mit dem Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Staatssekretär Karl-Josef Laumann, der Sanvartis GmbH den Zuschlag erteilt.

Diese Entscheidung war zu erwarten, nachdem die 1. Vergabekammer des Bundes beim Bundeskartellamt den Nachprüfungsantrag der aktuellen Träger der UPD zurückgewiesen hatte. Sanvartis sagte daraufhin Neutralität zu. (eb)

[21.09.2015, 10:13:06]
Peter Friemelt 
Vergabekammer prüft nur formal
Die Vergabekammer hat lediglich formal geprüft. Sanvartis behauptet, dass die neue UPD 2016 komplett unabhängig von der Muttergesellschaft agieren wird. Reicht diese Art der Unabhängigkeit aus? Bisher mussten die Träger der UPD Unabhängigkeit bereits bei der Bewerbung nachweisen. Das galt wohl für diese Ausschreibung nicht mehr.  zum Beitrag »
[18.09.2015, 11:58:28]
Monika Geissler 
Interessenkonflikt
Viele Ratsuchende werden das Vertrauen in die Patientenberatung verlieren, wenn sie erfahren, dass die Beratungsstelle, die sie beispielsweise in Konflikten mit der Krankenkasse unterstützen soll, gleichzeitig selbst für Krankenkassen tätig ist. zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »