Ärzte Zeitung online, 03.11.2015

Westfalen-Lippe

KV gut im Fahrplan bei Terminservicestellen

DORTMUND. Die KV Westfalen-Lippe (KVWL) liegt bei der Einrichtung der Termin-Servicestelle gut in der Zeit. "Wir werden rechtzeitig Ende Januar starten können", hat der zweite Vorsitzende der KV, Dr. Gerhard Nordmann, bei der Vertreterversammlung angekündigt.

Die Beteiligung der Berufsverbände an der Vorbereitung ist nach Angaben von Nordmann gut. Die Fachärzte werden der KV per Fax oder online melden, wann sie freie Termine haben. Wenn ein Patient bei der KVWL anruft, vermittelt sie ihn an einen Facharzt der benötigten Fachgruppe. "Es ist klar, dass es weder den Wunscharzt noch den Wunschtermin geben kann", betonte er.

Nach der Behandlung muss der Facharzt der KV bestätigen, dass der Patient bei ihm war. Geht der Patient trotz des Termins direkt in die Klinik, wird die KVWL ihr die Bezahlung verweigern, sagte Nordmann. "Das Krankenhaus muss sich rückversichern, es hat keinen Freibrief."

Die KVWL nutzt die von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung entwickelte Software-Lösung. Danach kann die Termin-Servicestelle auf der vom Hausarzt ausgestellten Überweisung an den Facharzt erkennen, ob ein Termin dringlich ist.

Der KVWL-Vize begrüßt, dass die umliegenden KVen Nordrhein, Niedersachsen und Hessen das System ebenfalls nutzen wollen. Das Versorgungsstärkungsgesetz schreibt vor, dass die KVen bis spätestens 23. Januar 2016 die Servicestellen eingerichtet haben müssen. (iss)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Im Sushi war der Wurm drin

Der Hinweis aufs Sushi brachte die Ärzte auf die richtige Spur. Statt den Patienten wegen Verdachts auf akutes Abdomen zu operieren, führten sie eine Gastroskopie durch. mehr »

Importierte Infektionen führen leicht zu Diagnosefehlern

Wann muss ein Arzt für eine Fehldiagnose gerade stehen? In einem aktuellen Fall entschied das Oberlandesgericht Frankfurt gegen einen Arzt. mehr »

"Turbolader einer Zwei-Klassen-Medizin"

Die Einheitsversicherung als Garant für Gerechtigkeit im Versorgungssystem? Aus Sicht von BÄK-Präsident Professor Frank Ulrich Montgomery eine fatale Fehleinschätzung. Die "Ärzte Zeitung" dokumentiert Auszüge aus seiner Ärztetags-Eröffnungsrede. mehr »