Ärzte Zeitung, 11.03.2016

Anleihen

KBV verliert viel Geld am Kapitalmarkt

BERLIN. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat bei Wertpapiergeschäften knapp eine Million Euro verloren.

Das geht aus der Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervor, die der "Ärzte Zeitung" vorliegt.

Demnach kaufte die KBV im August 2006 und im Oktober 2007 über die Sparkasse Köln/Bonn Inhaberschuldverschreibungen der isländischen Glitnir-Banki zu einem Kurswert von 1,069 Millionen Euro. Im Februar 2016 stieß sie die Papiere für 160.000 Euro wieder ab.

Inhaberschuldverschreibungen sind Anleihen, die Unternehmen auf dem Kapitalmarkt aufnehmen. Ende 2007 galt das Geldhaus bereits als Wackelkandidat. 2008 übernahm der isländische Staat die überwiegende Mehrheit der Anteile für gerade noch 600 Millionen Euro. Heute firmiert die Bank als Islandsbanki.

Dennoch gilt das Geschäft, das ausweislich der Antwort der damalige Finanzdezernent der KBV und Ex-KBV-Chef Dr. Andreas Köhler einfädelten, nicht als krumm.

Die Wertpapiere der Glitnir-Banki hätten ausreichend gute Rankings von drei Ratingagenturen besessen und den Anforderungen des BVA entsprochen. (af)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Lebenserwartung wird 90 Jahre übersteigen

Lange zweifelten Experten daran: In manchen Ländern könnte die Lebenserwartung bis 2030 auf 90 Jahre steigen. Auch die Deutschen werden älter. mehr »

Krankheit mit Modellcharakter

Die Entwicklungen bezüglich Mukoviszidose können in vieler Hinsicht ein Beispiel sein für seltene Krankheiten, die eine ähnlich positive Entwicklung noch vor sich haben. mehr »

Versorgung Sterbenskranker blockiert

Unklare Zukunft für die spezialisierte ambulante Palliativversorgung: Weil Verträge europaweit ausgeschrieben werden müssen, herrscht vielerorts Stillstand. mehr »