Ärzte Zeitung, 11.07.2016

Niedersachsen

KV fordert Eigenbetrag bei Notdienst

HANNOVER. Auf ihrer Klausurtagung haben die Mitglieder der Vertreterversammlung der KV Niedersachsen einstimmig gefordert, Notdienstpatienten an den Kosten der Versorgung zu beteiligen.

Wörtlich heißt es in der Resolution: "Die KV Niedersachsen steht grundsätzlich zu ihrer Verpflichtung, die ambulante ärztliche Versorgung auch im Bereitschaftsdienst zu sichern. Allerdings wird diese Aufgabe durch eine Fehlinanspruchnahme der Versicherten zunehmend erschwert. Um die Versorgungsqualität auch in Zukunft halten zu können, hält die Vertreterversammlung der KVN einen finanziellen Eigenbetrag der Patienten an den veranlassten Kosten für unumgänglich, wie er in vielen europäischen Nachbarländern erfolgreich etabliert ist."

Die Ärzte fordern angesichts der angespannten Versorgungslage im Notdienst eine "motivierte Beteiligung der Versicherten" durch eine Gebühr, um die gleichmäßige ärztliche Versorgung auch in Zukunft sichern zu können, wie es hieß.

"Zwar liegen uns zu dem Thema keine Zahlen vor. Aber aus den Wahrnehmungen vieler niedergelassener Ärzte wissen wir, dass der Notdienst oft auch dann in Anspruch genommen wird, wenn dies gar nicht nötig ist", sagte KVN-Sprecher Dr. Uwe Köster der "Ärzte Zeitung".

Die Resolution gibt keine Auskunft über die Höhe der geforderten Gebühr. (cben)

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