Ärzte Zeitung, 07.09.2016

Demenz

Gröhe startet neues Projekt zur Aufklärung

Verständnis für Demenzerkrankte und ihre Probleme im Alltag: Das ist das Ziel der "Demenz Partner".

NEU-ISENBURG. Das bundesweite Projekt "Demenz Partner" soll ab sofort das Verständnis für Demenzerkrankungen weiten. Dafür haben Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) und Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag den offiziellen Startschuss gegeben.

"Demenz Partner" wird von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft durchgeführt. In bundesweit stattfindenden Kursen werden neben Wissen zum Krankheitsbild Tipps zum Umgang mit Menschen mit Demenz vermittelt - etwa beim Einkauf oder einem Behördengang.

Wer an den 90-minütigen kostenlosen Kursen teilnimmt, erhält als Teilnahmebestätigung eine Urkunde. Zertifizieren lassen können sich Einzelpersonen sowie Unternehmen, Betriebe oder Vereine.

Vorbild ist die Aktion "Dementia Friends" der englischen Alzheimer-Gesellschaft, die die Initiative aus Japan aufgenommen hat.

Gröhe wies zum Start der Initiative darauf hin, dass neben der gesetzlichen Basis in Form der Pflegereform auch ein Umdenken im Alltag nötig sei - "ob es um Aufmerksamkeit in der Nachbarschaft oder Hilfestellungen" gehe.

In Deutschland leben aktuell 1,6 Millionen Menschen mit Demenz, ungefähr 60 Prozent davon mit einer Demenz vom Typ Alzheimer. (jk)

Weitere Infos zu "Demenz Partner" unter www.demenz-partner.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So viel jünger und attraktiver macht Facelifting

Wer sein Gesicht straffen lässt, will in der Regel jünger und dynamischer aussehen. Das scheint tatsächlich zu klappen. mehr »

Niedrig dosiert starten und langsam erhöhen!

Die neue Gesetzeslage zur Verordnung von Cannabis auf Kassenkosten ist beim Schmerz- und Palliativtag begrüßt worden. Ärzte mit Erfahrung mit Cannabinoiden loben vor allem den Erhalt der Therapiefreiheit. mehr »

Obamacare bleibt!

Blamage für US-Präsident Donald Trump: In letzter Minute zogen die Republikaner die Abstimmung über die geplante Gesundheitsreform zurück. Gerade auch, weil die Zustimmung aus den eigenen Reihen fehlte. mehr »