Ärzte Zeitung, 08.09.2016

Berufspolitik

Osteopathen dringen auf eigenes Berufsgesetz

WIESBADEN. Sechs Verbände und Organisationen der nicht-ärztlichen Osteopathen dringen auf ein Berufsgesetz, das durch den Bundesgesetzgeber erlassen werden sollte. Gegenwärtig sei die Qualifikation von Osteopathie-Anbietern "völlig ungesichert". Zudem fehle Transparenz für die Krankenkassen ebenso wie Rechtssicherheit für Osteopathen. Die geltende Rechtslage, wonach jeder qualifizierte nicht-ärztliche Osteopath Heilpraktiker sein muss, sei "absurd".

Denn für die Heilpraktikererlaubnis müsse man keine gesetzlich geregelte Ausbildung durchlaufen, heißt es. Die Prüfung zum Heilpraktiker sei nur eine "Negativausgrenzung", aber keine positive Überprüfung von Kenntnissen. Die Gesundheitsministerkonferenz hatte jüngst den Bund aufgefordert, ein eigenes Berufsgesetz für Osteopathen zu prüfen. (fst)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »

Ein Wettbewerbsverbot ohne Entschädigung ist ungültig

Wettbewerbsverbot ohne Karenzentschädigung? Das geht nicht, urteilt das Bundesarbeitsgericht. Ist das im Arbeitsvertrag dennoch so vorgesehen, können Arbeitnehmer nachträglich aber kein Geld einklagen. mehr »