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Allergologen

Geld und Fachärzte fehlen

Allergien gelten bereits als Volkskrankheit Nummer eins. Gleichzeitig geht es mit dem Engagement der Ärzte in der Allergologie bergab.

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BERLIN. Allergien sind für viele Menschen ein großes Problem. Ärzte sprechen bereits von einer Epidemie des 21. Jahrhunderts.

Allergien seien, was die Häufigkeit des Auftretens angehe, die Volkskrankheit Nummer eins, sagte Dr. Kirsten Jung, Präsidentin des Ärzteverbands Deutscher Allergologen im Anschluss an den 8. Runden Tisch "Allergologie", den die Königlich Dänische Botschaft in Berlin ausgerichtet hat.

Die (Sekundär-)Prävention von Allergien mittels spezifischer Immuntherapie (früher Hyposensibilisierung) stagniert. "Junge Ärzte interessieren sich nicht für das Fachgebiet", sagt Jung.

Grund seien die knappen Regelleistungsvolumina, denen ein erheblicher Aufwand für die Diagnostik und Beratung der Patienten gegenüberstehe.

Allergologen und Patientenvertreter fordern daher, zusätzliches Geld für die Versorgung der Patienten bereit zu stellen. Das könnte zum Beispiel über den Einschluss der Allergien in das DMP Asthma geschehen.

Etwa die Hälfte der Menschen mit einer Inhalationsallergie bildet ein Asthma bronchiale aus. Häufig dauere es bis zu sieben Jahre, bis die richtige Diagnose gestellt sei. Komme es zu Asthma oder COPD stiegen die Kosten für die Gesellschaft um rund das Vierfache.

Ein weiterer Weg, Geld für die Versorgung bereit zu stellen, wäre nach Ansicht von Elke Alsdorf vom Deutschen Allergie und Asthmabund eine Sondervereinbarung Allergologie analog zur Onkologievereinbarung.

Bei einem Gespräch mit Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) sind diese Möglichkeiten erörtert worden. Anfragen an den Gemeinsamen Bundesausschuss, die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Bundesärztekammer zur Mitarbeit laufen. (af)

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