Ärzte Zeitung, 23.05.2008

Weltweit eine viertel Million Kindersoldaten

Weltreport veröffentlicht

FRANKFURT/MAIN (Smi). Weltweit gibt es etwa 250 000 Kindersoldaten, die meisten in Birma. Ihre Situation hat sich trotz internationaler Bemühungen in den vergangenen vier Jahren kaum verbessert.

Zu diesem Ergebnis kommt der neue Weltreport Kindersoldaten, den das Deutsche Bündnis Kindersoldaten in Berlin vorgestellt hat. Diesem Bündnis gehören unter anderen die Kindernothilfe und terre des hommes an.

"Der Wille der internationalen Staatengemeinschaft, den Missbrauch von Kindern als Soldaten zu beenden, ist da, und es gibt einzelne Fortschritte", sagte Ralf Willinger von terre des hommes. "Doch die bisherigen Anstrengungen reichen bei weitem nicht aus.

Am schlimmsten sei die Lage in Kolumbien, der Demokratischen Republik Kongo sowie in Birma, wo es bei Armee und nichtstaatlichen Gruppen Zehntausende von Kindersoldaten gebe, wie Sascha Decker von der Kindernothilfe ausführte. "Die Gewalt, mit der die Militärregierung schon Neunjährige rekrutiert und anschließend gegen die eigenen Leute kämpfen lässt, ist unvorstellbar." Auch in Sudan, Uganda und Israel würden Minderjährige innerhalb der regulären Regierungsarmee in Kampfeinsätzen eingesetzt.

26 Regierungsarmeen haben nach Angaben des Weltreports Minderjährige in ihren Reihen, darunter auch die Bundeswehr.

Der komplette Weltreport ist im Internet abrufbar: www.childsoldiersglobalreport.org.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »