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Desolate Versorgung von Demenzkranken

LONDON (ast). Demenz-Patienten erhalten in Großbritannien oftmals nicht die für sie optimale fachärztliche Versorgung.

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Auch Familienangehörige, die sich um an Demenz leidende Angehörige kümmern, werden vom Staat nur unzureichend bei ihrer Betreuungsarbeit unterstützt. Das geht aus einem für Schlagzeilen sorgenden Bericht eines Unterhaus-Ausschusses hervor. Demnach ist die Versorgungssituation für Demenz-Patienten im Königreich heute so schlecht, wie die onkologische Versorgung in den 50er Jahren war.

Der Unterhausausschuss stellt fest, dass ehrenamtliche Pfleger, die sich um Demenz-Patienten kümmern, dem staatlichen britischen Gesundheitsdienst (National Health Service, NHS) "rund fünf Milliarden Pfund jährlich" (mehr als 7,5 Milliarden Euro) an Geld sparen.

Freilich: "Ehrenamtliche Pfleger und vor allem Familienangehörige, die sich um demenzkranke Patienten kümmern, werden vom Staat so gut wie gar nicht unterstützt." Die Ausschussmitglieder verlangen von Gesundheitsminister Alan Johnson größere Anstrengungen, um die fachärztliche Versorgung von Demenz-Patienten nachhaltig zu verbessern.

Die Parlamentarier wiesen darauf hin, dass Demenz-Erkrankungen in den kommenden Jahren und Jahrzehnten nicht zuletzt dank der steigenden Lebenserwartung weiter zunehmen werden. Von daher sei es "extrem wichtig", dass sich der staatliche Gesundheitsdienst "rechtzeitig vorbereitet".

Britische Medien nahmen die Veröffentlichung des Reports zum Anlass, um ausführlich über Demenz-Erkrankungen sowie die mangelhaften Therapie- und Versorgungsangebote im Königreich zu berichten. Die Tageszeitung "Times" nannte die desolate Versorgungslage eine "nationale Schande". Heute leiden rund 560 000 Patienten im Königreich an Demenz. Das Gesundheitsministerium schätzt, dass diese Zahl bis zum Jahr 2031 auf mindestens eine Million Patienten steigen werde.

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