Ärzte Zeitung, 01.09.2008

Hausärzte sollen mehr Patienten nach Ops betreuen

LONDON (ast). Britische Hausärzte sollen künftig stärker als bislang in die post-operative Versorgung von Patienten des staatlichen Gesundheitsdienstes (National Health Service, NHS) eingebunden werden. Dafür werden sie zusätzliche Honorare erhalten.

Bislang muss ein NHS-Patient für fachärztliche Check-ups nach einer Operation stets ins Krankenhaus. Das ist oftmals umständlich, zeitaufwendig und mit teilweise langen Wartezeiten verbunden.

Gesundheitsminister Alan Johnson kündigte kürzlich an, NHS-Hausärzten künftig mehr Verantwortung für post-operative Patienten übertragen zu wollen. Das soll die Fachärzte entlasten.

Großbritannien hat seit etwa 60 Jahren ein Primärarztsystem. Der Zugang zum Facharzt, der stets in einem NHS-Krankenhaus arbeitet, erfolgt über den Hausarzt. Laut Gesundheitsminister Johnson leisten staatliche Fachärzte jährlich rund 31 Millionen Check-up-Untersuchungen. Ziel des Gesundheitsministers ist es, mittelfristig jeden dritten Check-up von einem Hausarzt vornehmen zu lassen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »