Ärzte Zeitung, 05.02.2009

Kommentar

Pioniere gefragt bei Medical Wellness

Von Sabine Schiner

Medical Wellness ist ein gutes Beispiel dafür, dass viele Menschen bereit sind, für medizinische Leistungen Geld auszugeben, die außerhalb des GKV-Leistungskatalogs liegen. Gerade im Falle der Medical Wellness ist die Angebotspalette groß, reicht sie von der Thalassotherapie an der Ostsee bis zu Fitness-Checks im Schwarzwald. Kurdirektoren, Ärzte, Patienten- und Kassenvertreter sind sich einig, dass es noch an den Qualitätskriterien hapert. Der Begriff Medical Wellness ist schwammig und bietet vielen schwarzen Schafen Platz für fragwürdige Angebote. Er ist nicht geschützt, es gibt keine gesetzlich vorgeschriebenen Zertifizierungen.

Ärzte sollten sich davon nicht abschrecken lassen, sondern die Chancen nutzen, die der Trend bietet. Sie sind schließlich die Experten, was Medizin angeht. Um in den Medical-Wellness-Markt einzusteigen, müssen sie das Rad nicht neu erfinden. Ähnlich wie im IGeL-Bereich gilt auch für Medical Wellness: Wer auf seriöse Leistungen und Transparenz setzt, ist auf dem richtigen Weg. Ärzte sollten deshalb medizinische Standards vorgeben - bevor es andere tun.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund:
Anbieter von Medical Wellness setzen gezielt auf spezifisches Know-how der Ärzte vor Ort

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