Ärzte Zeitung, 28.10.2009

EU verstärkt den Kampf gegen HIV-Infektionen

Neue Strategie bis 2013: Information und enge Zusammenarbeit zwischen den Staaten soll Situation verbessern

BRÜSSEL (spe). Mit einer gezielteren Verteilung der für Gesundheitsprojekte zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel will die EU die Zahl der HIV-Neuinfektionen bis zum Jahr 2013 senken.

Den Schwerpunkt der Förderung sollen Maßnahmen zur Vorbeugung und Testung von HIV-Neuinfektionen bilden. Weitere Ziele sind eine verbesserte Behandlung von Hochrisikogruppen und die Unterstützung besonders gefährdeter Regionen durch eine verstärkte Zusammenarbeit und den Transfer von Know-how und Gesundheitspersonal.

Die EU-Kommission werde in Kürze einen entsprechenden Plan mit den Mitgliedstaaten abstimmen, sagte EU-Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou in Brüssel.

Für den Kampf gegen die Ausbreitung des HI-Virus stehen Mittel aus dem EU-Haushalt für öffentliche Gesundheit sowie aus den Fonds zur Förderung strukturschwacher Regionen bereit.

Zwischen 2007 gab es europaweit insgesamt 2,2 Millionen HIV-Infizierten und Aidskranke. Rund 730 000 von ihnen leben in der EU.

Derzeit steigt die Zahl der Neuinfizierten nach Angaben der EU-Kommission jährlich um etwa 50 000 Menschen. Etwa 30 Prozent der HIV-Infizierten stecken sich unwissentlich mit dem Virus an.

Die meisten Ansteckungen erfolgen nach wie vor durch homosexuelle Kontakte. Weitere bedeutende Infektionsquellen sind Einwanderer aus Hochprävalenzgebieten und die Gruppe der i.v. Drogenabhängigen.

Besonders betroffen von einem Anstieg an Neuerkrankungen sind die osteuropäischen Staaten.

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