Ärzte Zeitung, 29.10.2009
Österreichs Niedergelassene impfen nicht
Massenimpfung ausschließlich durch Amtsärzte / Impfstoff nicht lange haltbar
WIEN (eb). Österreichs niedergelassene
Allgemeinmediziner bleiben von der Möglichkeit ausgeschlossen, in
ihren Praxen Patienten gegen die Schweinegrippe zu impfen- obwohl sie
es eigentlich gerne täten.

Foto: GSK / www.fotolia.de
Wie die im Springer-Science-Verlag erscheinende österreichische
"Ärzte Woche" berichtet, werden in der Alpenrepublik sowohl
Allgemeinärzte gegen ihren Willen bei der Impforganisation
ausgeschlossen. Der Grund liege nicht zuletzt darin, dass
Österreich bei der am Dienstag dieser Woche angelaufenen
H1N1-Massenimpfung ausschließlich auf den Impfstoff Celvapan®
des Anbieters Baxter setzt.
Da die Vakzine nach Anbruch der
Durchstichflasche innerhalb von nur drei Stunden verimpft sein
müsse, komme auf die Amtsärzte eine große
Herausforderung zu. Österreich will zunächst die 300 000
Krankenhausmitarbeiter gegen die Schweinegrippe impfen. Nach der
Immunisierung des gesamten Klinikpersonals kann sich vom 9. November an
auch der Rest der Österreicher auf freiwilliger Basis impfen
lassen.
Nach Angaben von Dr. Wolfgang Geppert, niedergelassener
Allgemeinarzt und Vizepräsident des Österreichsichen
Hausarztverbandes, wollten sich Patienten durchaus in Hausarztpraxen
impfen lassen. Praxischefs müssen ihnen aber die Tür weisen
und sie an die ausgesuchten Stellen empfehlen.

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