Freitag, 25. Mai 2012
Ärzte Zeitung, 06.11.2009

Selbsthilfe plädiert für mehr Forschung bei Restless Legs

BRÜSSEL (spe). Patienten mit Restless Legs Syndrom (RLS) bemängeln eine oftmals falsche oder verspätete Diagnosestellung sowie eine unzureichende Behandlung. Das Syndrom, dessen Leitsymptom nächtliche Gefühlsstörungen und Bewegungsdrang in den Beinen sind, wird europaweiten Studien zufolge bei rund 76 Prozent aller RLS-Patienten nicht rechtzeitig erkannt.

Dies berichtete Dr. Diego Garcia-Borreguero vom Madrider Schlafforschungsinstitut bei einer Veranstaltung der Europäischen Patientenvereinigung für Restless Legs Syndrome (EARLS). Das RLS führe nicht nur zu chronischem Schlafmangel, Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörungen oder Depressionen, sondern könne auch die Lebensqualität der Betroffenen stark beeinträchtigen, so Joke Jaarsma, Vorsitzende von EARLS.

Unter der neurologischen Erkrankung leiden Schätzungen zufolge etwa sieben Prozent der Weltbevölkerung. Frauen sind dabei häufiger betroffen als Männer. Das RLS kann auch schon bei Kindern auftreten. In über 60 Prozent der Fälle liegt eine familiäre Veranlagung vor. Die EARLS fordert, die Forschung über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten der Erkrankung zu intensivieren, um die Situation für die Betroffenen innerhalb der nächsten zehn Jahre grundlegend zu verbessern.

 

| Share

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Ärzte, vernetzt Euch!

Vom Deutschen Ärztetag soll ein Aufruf ausgehen für mehr vernetztes Arbeiten von Ärzten. Doch die Botschaft stieß nicht auf einhellige Begeisterung. Denn Kooperationen bergen auch das Risiko neuer Abhängigkeiten für Ärzte, warnten Delegierte. mehr »

Ein Jahr nach EHEC: "Viele Ärzte haben gar nicht gemeldet"

Viel wurden die Behörden während der EHEC-Epidemie gescholten. Doch auch an der Basis, bei den Ärzten, lief nicht alles rund. Im Interview zieht der Chef-Epidemiologe vom Robert Koch-Institut, Professor Gérard Krause, Lehren und spricht über selbst ernannte Experten. mehr »

Geplante Patientenrechte sorgen für lange Gesichter

Schlechte Noten für das Patientenrechte­gesetz: Der vom Kabinett verabschiedete Entwurf gilt als kleinster gemeinsamer Nenner. Länder, Kassen und Opposition nörgeln, haben aber auch Ideen, wie der Entwurf in ihren Augen noch gerettet werden kann. mehr »