Ärzte Zeitung, 12.03.2010

Immer noch zu viele Kinder mit Karies in Österreich

Österreichs Schulärzte starten ein neues Projekt zur Zahngesundheit bei Teenagern. Die Ziele der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit Blick auf Karies sind in der Alpenrepublik noch nicht erreicht.

WIEN (eb). Der Zahngesundheitsstatus bei Kindern und Jugendlichen verbessert sich in Österreich kontinuierlich. Dennoch nimmt Karies zwischen dem 12. und 18. Lebensjahr deutlich zu, wie die österreichische Zeitschrift "Zahnarzt" berichtet.

Mit dem Projekt Zahngesundheit startet die Österreichische Gesellschaft der Schulärztinnen und Schulärzte (GSÖ) ihr drittes landesweites Präventionsprojekt. "Schon unser Pilotprojekt zum Thema sexuell übertragbare Erkrankungen im Jahr 2009 war ein Riesenerfolg", berichtete Dr. Judith Glazer, Präsidentin der GSÖ. "Mehr als 600 Schulen haben die Projektunterlagen angefordert", so die Schulärztepräsidentin.

Die Zahngesundheit von Kindern und Jugendlichen wurde deshalb für 2010 ausgewählt, weil der Zahnstatusbericht 2009 nicht nur gute Nachrichten mit Blick auf die Zahngesundheit von Kindern und Jugendlichen in der Alpenrepublik enthält. Zwar sank der Anteil der Jugendlichen mit Karies in den vergangenen zehn Jahren von 84 auf 75 Prozent, und der Anteil kariesfreier 18-Jähriger stieg auf 25 Prozent.

Allerdings kommen zwischen dem 12. und 18. Lebensjahr pro Jahr immer noch 0,6 kariöse Zahnflächen hinzu. Die Weltgesundheitsorganisation hat als eines ihrer Hauptziele die Kariesfreiheit von 18-Jährigen deklariert.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBV drücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Auch mit Kind zügig möglich"

Eine Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »