Kammer in Wien warnt vor Burn-Out bei Ärzten

Veröffentlicht:

WIEN (ine). Jeder zweite Arzt in Österreich ist burnout-gefährdet, warnt die Ärztekammer Wien. Um Übermüdung, Erschöpfung und Frustration rechtzeitig vorzubeugen, fordern die Ärztevertreter die Begrenzung der Arbeitszeiten "auf ein zumutbares Maß". Sie wollen durch genaue Überprüfung der Arbeitssituation, die Einhaltung der maximal zulässigen Arbeitszeiten im Klinikbereich erreichen. Außerdem soll die Möglichkeit geprüft werden, für ältere Kollegen die Anzahl der Nachtdienste zu begrenzen.

Für den Präsidenten der Ärztekammer, Dr. Walter Dorner, stellt sich die Situation dramatisch dar: "Wir wissen, dass die Frühmorbidität, die Frühmortalität sowie die Suizidrate bei Ärzten wesentlich höher sind als in der Allgemeinbevölkerung." Diese Aussichten schrecke viele Berufsanfänger ab. Mit der steigenden Burnout-Gefährdung sinke zudem die Qualität der ärztlichen Leistung: "Schlechtere Kommunikation mit den Patienten und erhöhte Fehleranfälligkeit können die Folgen von Erschöpfung und Frustration sein."

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kammerstatistik

Mehr als 2.000 ausländische Ärzte arbeiten in Thüringen

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Ein Medikament unter vielen, das wenigen hilft? 2400 Wirkstoff-Kandidaten in der EU haben den Orphan-Drug-Status.

© artisteer / Getty Images / iStock

Wirkstoff-Kandidaten mit Orphan-Drug-Status

Orphan Drugs – Risiken für ein Modell

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)
Ein junges Mädchen wird geimpft – gegen HPV? (Symbolbild mit Fotomodellen)

© milanmarkovic78 / stock.adobe.com

Vision Zero Onkologie

Die Elimination des Zervixkarzinoms

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vision Zero e.V.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Stiftung Lebensblicke

Darmkrebs bei jungen Menschen: Entwarnung für Deutschland

Robert Koch-Institut

Impfkalender für 2026: Die Neuerungen im Überblick

Interview mit Physiotherapeutin

Bewegung bei Nackenschmerzen: Welcher Sport ist der richtige?

Lesetipps
Eine kalorienarme, pflanzenbasierte Kost für mehrere Tage am Stück pro Monat kann Patienten und Patientinnen mit Morbus Crohn bei der Remission helfen.

© rh2010 / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn: In nur fünf Tagen per Diät zur Remission?