Ärzte Zeitung, 13.01.2011

Grippe in England verursacht Engpässe beim Personal

LONDON (ast). In britischen Arztpraxen und Krankenhäusern wird das Personal knapp. Grund für die Versorgungsengpässe ist die schlimmste Grippewelle seit mehr als zehn Jahren.

Grippe in England verursacht Engpässe beim Personal

NHS-Behandlungszentrum in London: Wegen der Grippewelle auf der Insel gibt es offenbar zunehmend Versorgungsengpässe.

© dpa

Die Folge: hunderte Hausarztpraxen müssen die Sprechstunden kürzen, in den Kliniken werden landesweit immer mehr nicht dringend nötige Operationen abgesagt.

Eine Blitzumfrage der "Ärzte Zeitung" in Londoner Hausarztpraxen des staatlichen Gesundheitsdienstes (National Health Service, NHS) ergab, dass in jeder dritten Praxis inzwischen mehrere Mitarbeiter aus Krankheitsgründen abwesend sind.

Das deckt sich mit Untersuchungen des Monitoring-Unternehmens "First Care", wonach gegenwärtig 50 Prozent mehr Ärzte und Praxispersonal krank sind, als dies normalerweise zu erwarten wäre.

"Täglich fehlen in den staatlichen Praxen und Kliniken tausende Mitarbeiter, weil sie mit der Grippe im Bett liegen", so ein Sprecher des Unternehmens, das regelmäßig Krankenstände im privaten und staatlichen Sektor untersucht.

Das Londoner Gesundheitsministerium bestätigte auf Anfrage der "Ärzte Zeitung" den überdurchschnittlich hohen Krankenstand im staatlichen Gesundheitswesen.

Das Ministerium schätzt, dass derzeit "rund 18.000 NHS-Beschäftigte" mit Grippe krank sind und nicht zur Arbeit erscheinen.

Britische Medien berichten über Versorgungsengpässe bei Hausarztpraxen in Liverpool und Birmingham. In Manchester und Glasgow streichen die Klinikleitungen hunderte Operationen. Auch werden Betten auf den Intensivstationen knapp.

[14.01.2011, 09:58:55]
Wilfried Soddemann 
Influenzasaison 2010/2011 startete wie immer bei 7°C kaltem Trinkwasser
In England hat die privatisierte und deshalb am Gewinn orientierte Trinkwasserverordnung einen erschreckend niedrigen technischen Stand. Jetzt bei Trinkwassertemperaturen unter 7°C ging es wieder los. Die saisonale Influenza wird durch das kalte Trinkwasser ausgelöst. Das kalte Trinkwasser konserviert und transportiert die sehr kleinen Influenzaviren. Menschen scheiden das neue H1N1 Schweinegrippevirus mit Erbrochenem und Durchfall aus. Tiere verschmutzen durch Fäkalien und mit ihren Ausscheidungen aus Nase und Maul bzw. Schnabel das Wasser. Oberflächen-, Quell- und Grundwasser sind mit Viren belastet. Viren bleiben im kalten Wasser lange ansteckend. Deshalb tritt die Influenza bei uns überwiegend im Winter auf. Die sehr kleinen Viren werden im herkömmlichen Wasserwerk nur unvollständig gefiltert. Chlorung z. B. bringt wenig, weil Viren im Wasser verklumpt vorkommen und deshalb von den herkömmlichen Desinfektionsverfahren nicht vollständig erreicht werden. Alle Menschen haben Kontakt zum Trinkwasser. Trinkwasser muss frei von Viren sein. Das geht mit der Ultrafiltration, für einen halben Euro pro Person und Monat.

Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann
soddemann-aachen@t-online.de
http://sites.google.com/site/trinkwasservirenalarm/Trinkwasser-Viren
 zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBV drücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Auch mit Kind zügig möglich"

Eine Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »