Ärzte Zeitung, 14.11.2011

Österreich: Allgemeinärzte beim Honorar abgehängt

SALZBURG (ras). Der erzielte Umsatz der Fachärzte in Österreich pro Jahr liegt deutlich über dem Jahresumsatz der Allgemeinärzte.

Während Fachärzte bei den österreichischen Krankenversicherungsträgern pro Jahr 255.000 Euro abrechnen, sind es bei den Allgemeinärzten 188.000 Euro.

Auf diese Diskrepanz hat Christoph Klein, Generaldirektor des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger, beim "Forum Medizin 21" anlässlich der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (DEGAM) in Salzburg hingewiesen.

Doch auch innerhalb der Facharztgruppen sind die Unterschiede eklatant.

Internisten und Orthopäden vorne

Während Unfallchirurgen nur Leistungen in Höhe von 151.000 Euro abrechnen und Neurochirurgen insgesamt auf 166.000 Euro kommen, liegen Gynäkologen (196.000) und Pädiater (202.000) über dem Niveau der Allgemeinmediziner.

Ausgezeichnet verdienen im Nachbarland Orthopäden (310.000 Euro) und vor allem Internisten (325.000 Euro).

Da kann es auch kaum verwundern, dass sich in Österreich die Zahl der Fachärzte von 1970 bis 2010 fast vervierfacht hat (von 4865 auf 19.216).

Dagegen ist die Zahl der Ärzte für Allgemeinmedizin im gleichen Zeitraum von 5284 auf 12.979 weniger stark gestiegen.

Nur knapp 4000 der rund 13.000 Allgemeinärzte in Österreich sind als Vertragsärzte tätig.

Insgesamt arbeiten in Österreich rund 7000 Mediziner als Vertragsärzte. Dagegen sind fast 22.000 Ärzte in Krankenhäusern beschäftigt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »