Ärzte Zeitung, 01.12.2011

Kein EU-Geld für Embryonenforscher in Deutschland

BRÜSSEL (taf). EU-Forschungskommissarin Máire Geoghegan-Quinn legt beim neuen EU-Forschungsrahmenprogramm - genannt Horizont 2020 - für die Jahre 2014 bis 2020 einen Schwerpunkt auf die Medizinforschung.

So fallen rund 32 von insgesamt 80 Milliarden Euro des am Mittwoch von der EU-Kommission beschlossenen Forschungsprogramms auf Projekte im Bereich der Gesundheits- und Altenforschung, demografischer Wandel, Ernährungs- und Lebensmittelsicherheit, Krebsforschung sowie für Herz- und Kreislaufleiden.

Wenig Hoffnung auf EU-Gelder können sich Forscher in Deutschland machen, die mit humanen embryonalen Stammzellen arbeiten. Auch künftig wird dieses Forschungsfeld nur dann mit EU-Geld unterstützt, wenn dies auch im Rahmen der nationalen Gesetzgebung erlaubt ist.

In 16 EU-Mitgliedsstaaten erlaubt

Die EU-Kommission plant, nach der Verabschiedung des Forschungsprogramms durch das EU-Parlament eine Zusatzerklärung zum Verbot der verbrauchenden Embryonenforschung zu beschließen.

Derzeit ist in 16 von 27 EU-Mitgliedstaaten die Forschung mit humanen embryonalen Stammzellen erlaubt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

Psychotherapie-Richtlinie steht vor holprigem Start

Der Start der neuen Psychotherapie-Richtlinie am 1. April löst bei den Beteiligten keine Begeisterung aus. Die Kritik überwiegt. Lesen Sie die aktuellen EBM-Ziffern. mehr »