Montag, 1. September 2014
Ärzte Zeitung online, 09.06.2012

Kinderkiller Nr. Eins: Pneumonie und Durchfall

BANGKOK (dpa). Durchfall und Lungenentzündungen gehören nach Unicef-Angaben zu den schlimmsten tödlichen Krankheiten bei kleinen Kindern. Mehr als zwei Millionen Kinder unter fünf Jahren sterben jedes Jahr an diesen Leiden, wie das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen am 8. Juni berichtete.

Demnach ist etwa jeder dritte Todesfall auf eine der beiden Krankheiten zurückzuführen. 90 Prozent der Mädchen und Jungen sterben in Afrika südlich der Sahara und in Südasien.

"Wir wissen, was dagegen zu tun ist", sagte Unicef-Direktor Anthony Lake. "Es müssen nur simple Maßnahmen systematisch angewandt werden."

Dazu gehörten Impfungen, Stillen und Händewaschen mit Seife. Die Menschen brauchten sauberes Wasser und eine hygienische Abwasserentsorgung. Kinder mit Lungenentzündung benötigten Antibiotika und Kinder mit Durchfall genügend Flüssigkeit.

Bislang werde nur jedes dritte kranke Kind ausreichend behandelt. Babys bis zu sechs Monaten voll zu stillen, sei der beste Schutz. Laut Unicef werden aber nur weniger als 40 Prozent der Kleinen in den ersten Lebensmonaten in Entwicklungsländern voll gestillt.

Unicef-Mitteilung (englisch)

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Herzinsuffizienz: Neuer Wirkstoff stellt ACE-Hemmer in den Schatten

In der Therapie von Patienten mit Herzinsuffizienz sind die Karten neu gemischt worden: Ein noch namenloser Wirkstoff triumphierte jetzt in puncto Wirksamkeit und Verträglichkeit über den ACE-Hemmer Enalapril. mehr »

Leipziger Geschäftsmann: Erster Test auf Ebola negativ ausgefallen

Wieder ein Ebola-Verdachtsfall in Deutschland: Ein Geschäftsmann aus Leipzig ist krank von einer Reise zurückgekehrt. Ein erster Test auf Ebola fiel jedoch negativ aus. Unterdessen verschärft sich die Situation in Afrika weiter. mehr »

Gastbeitrag: Warum eine Zucker-Fett-Steuer notwendig ist

Übergewicht und Diabetes breiten sich in Deutschland seit Jahren rasant aus. Oft liegt es an der falschen Ernährung. Aufklärung allein hält die Verfettung der Gesellschaft nicht auf, finden unsere Gastautoren. Sie fordern: Her mit einer Zucker-Fett-Steuer - und erklären warum. mehr »